Testlabor Section 8 Prejudice

Veröffentlicht am 10. Mai 2011 von Marco Stirnemann

0

Section 8: Prejudice

Die Einführung
Nachdem die 1.7 GB an Daten heruntergeladen wurden, stellt euch der Titel vor die Wahl einer Solo Kampagne oder des Multiplayers. Es sollte jedem potenziellen Käufer klar sein das Section 8: Prejudice ein Multiplayer Titel ist, dessen Solokampagne mehr einem Tutorial gleicht.
Hintergrund der Story ist ein Gefängnisausbruch, der durch einen gegnerischen Angriff ausgeführt wurde. Ihr versucht zuerst den Ausbruch zu vereiteln, kommt dabei jedoch auf eine Spur zu einer fremden Macht, die den Platz der Menschheit streitig machen will. Die Menschheit hat die Erde bereits aufgegeben und versucht sich nun auf neuen Planeten niederzulassen. Als Militärische Einheit gibt es unter anderem die Section 8. Dies sind Elite Krieger, die in einem Kampfanzug stecken, der dem von Iron Man nicht unähnlich sieht. Mit Hilfe dieses Anzugs kann sich der Krieger schneller bewegen, höher springen und über kurze Strecken fliegen. Das coolste Feature ist jedoch die Möglichkeit im Orbit aus einem Landungsschiff zu springen, in cooler Pose auf dem Planeten zu landen und sofort den Kampf aufzunehmen.

Das Multiplayer Gameplay
Das Gameplay erinnert an die Tribes Games. In einem grossen Areal springen, rennen und fliegen 30 Spieler umher, bauen Geschütze, kaufen Fahrzeuge und versuchen um jeden Preis Basen einzunehmen und zu beschützen. Für jeden Kill oder die Eroberung einer Basis gibt es Geld, das sofort in neue Ausrüstung investiert werden kann. Zum Beispiel kann bei der Basis ein Flak Geschütz aufgebaut werden, das neu ankommende Einheiten sofort pulverisiert. Der Respawn in Section 8: Prejudice ist wohl einer der coolsten aller Multiplayer Spiele. Der Spieler sitzt im Landungsschiff, wählt seinen Landepunkt und springt in die Karte. Vor der Landung muss abgebremst werden. Macht dies der Spieler zu früh, wird seine Position auf der Karte sofort preisgegeben, bremst er zu spät kann er die Landung nicht kontrollieren und prallt auf der Oberfläche auf, ohne sofort die Kontrolle über seinen Anzug zu haben. Die Online Gefechte sind sehr schnell und die Übersicht fällt vor allem zu Beginn schwer, da es ungewohnt ist, dass aus jeder Richtung ein Angriff geschehen kann, wenn man sich auf freiem Terrain bewegt.

Bei aller coolness gibt es viel Schatten
Besonders in der Kampagne gegen die CPU fällt etwas auf. Die Charaktere haben keine Trefferzonen. Egal wohin gezielt wird, es geht immer im gleichen Tempo zuerst der Energiebalken und dann der Lebensbalken runter, bis die Einheit hinüber ist. Zudem fällt auf, dass die Krieger sehr viel aushalten und das sage ich als begeisterter Halo Spieler. Diese Gameplayentscheidung hat einen wichtigen Nachteil. Die Spieler müssen nicht so präzise sein, wie in anderen Spielen. Dies könnte durch das schnelle Gameplay erklärt werden, jedoch ist es frustrierend, dass der Spieler absolut keine Chance hat, gegen zwei Spieler gleichzeitig, wenn beide Parteien dieselbe Bewaffnung besitzen.  Natürlich ist solch eine Situation auch in anderen Spielen schwierig, doch gibt es keine Möglichkeit durch gezielte Kopftreffer aus der Affäre zu kommen. Entweder der Spieler ist besser bewaffnet oder er findet sich nach wenigen Sekunden wieder auf dem Landungsschiff. Dieser Umstand nimmt dem Titel sehr viel Reiz.

Die Präsentation
Wie so viele Spiele zuvor arbeitet auch Section 8: Prejudice mit der Unreal Engine. Diese erlaubt es, die grossen Areale gut in Szene zu setzen und einige nette Lichteffeckte einzubauen. Alles in allem erkennt der Spieler gerade an der Präsentation, warum es der Titel wohl nicht in die Verkaufsregale geschafft hat. Die Figuren sehen gut aus, alles andere ist jedoch eher detailarm und gerade während der Kampagne entdeckt der Spieler immer wieder Spielabschnitte, die bereits vor fünf Jahren schöner gezeigt wurden. Im Multiplayer mag dies zu verschmerzen sein, jedoch hätten wir uns gewünscht, dass der Titel mindestens so gut aussieht wie Unreal Tournament 3, das eines der ersten Spiele mit der neuen Engine war. An diesen Titel kommt Section 8 in keiner Minute ran. Der Sound geht in Ordnung und die Englischen Sprecher machten ihren Job ebenfalls OK, ohne aber damit in Erinnerung zu bleiben.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Zu Beginn war ich sehr skeptisch als ich Bilder zum Spiel gesehen habe. Nach einigen Stunden kann ich bestätigen, dass meine Skepsis zu Recht war, jedoch nicht aus den gleichen Gründen. Das Spiel ist wirklich nur in wenigen Szenen schön anzusehen und der Solo Modus kann nicht lange motivieren. Der eigentliche Genickbruch ist aber die Entscheidung nur eine Trefferzone zu wählen. Es ist mehr als frustrierend, wenn mit einem Scharfschützen Gewehr zwei bis dreimal auf den Kopf geschossen werden muss bis der Gegner das Zeitliche segnet. Ansonsten würde der Multiplayer echt Bock auf mehr machen.

3


Weitere Beiträge zum Thema: , ,


Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



Back to Top ↑