Testlabor Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper

Veröffentlicht am 5. Januar 2010 von Rick Dänzer

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Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper

Während sich Sherlock Holmes in vielen Fällen bereits auf dem PC beweisen konnte, wurden die Xbox-Spieler sehr lange hingehalten. Eigentlich wurden die Adventure-Spieler auf der XBox überhaupt vernachlässigt, da konnten bisher lediglich die “CSI-Reihe”, “Wallace & Gromit” und das Remake von Monkey Island unsere “Point’n'Click-Spieler” begeistern. Doch nun endlich, soll sich dies ändern.

Adventure der besonderen Art
Bei diesem Spiel hat Frogware in Ihrer Trickkiste gewühlt. Es ist nicht wie bisher in Adventures möglich, nur in einer Perspektive zu spielen sondern ihr dürft im Spiel beliebig von der Third Person- zur “Ego-Perspektive” wechseln. Obwohl man nach einiger Zeit aufgrund des Kamera-Winkels bei der 3rd Person zum Wahnsinn getrieben wird, bietet es doch jene Abwechslung, die man gebrauchen kann.  Tipp: Spielt soviel wie möglich in der Ego-Perspektive, somit wird die Geschichte “hautnah” erlebt.

Die Welt Holmes
Das Spiel startet in erster Linie spannend und baut sogleich eine gute Atmosphäre auf. So geht es durch neblige dunkle Gassen und dem berüchtigten Ort “White Chapel”, wo auch im Jahre 1888 der echte “Jack the Ripper” seine Morde begangen hatte. Dieser wurde jedoch nie erwischt, was sich im Spiel logischerweise etwas anders entwickeln wird. Man merkt jedoch schnell dass das Spiel nur eine PC-Portierung ist und kein Budget für eine spezielle Konsolen-Entwicklung vorgesehen war.

Die Ermittlungen beginnen
Zu Beginn findet man sich in Sherlock’s Büro und wird mit ein wenig Geplaudere und den pfiffigen Bemerkungen von Sherlock und Watson eingeleitet und unterhalten. Nach dem Gespräch wird festgestellt, dass ihr euch in das Gebiet “White Chapel” begeben müsst um dort die Ermittlungen im Polizei-Aussenposten zu beginnen. Leider merkt ihr nach einiger Zeit des Erforschens des Stadtteils, dass sich die Texte der Passanten schnell wiederholen und der Stadtteil nicht sonderlich gross ist.

Rätsel, Rätsel und Rätsel
Nach vielem Gerede und Informationen begibt man sich langsam durch die Stadt und muss anfangen kleinere Rätsel zu lösen, Taten herzuleiten und Motive zu erstellen. Diese sind nicht sonderlich schwer und halten den Spieler auch nicht lange auf um die spannende Story weiterzuverfolgen. Was jedoch schnell auffällt ist, dass zu wenige Sprecher verwendet wurden und oft die gleichen Texte verwendet werden. Ausserdem ist die Stadt abgegrenzt und man wird durch einen nervenden Kommentar abgehalten die Stadt zu verlassen.

Keine Musik bitte!
Während die Story atemberaubend weiterspielt und die Rätsel sehr viel Spass machen, fällt einem schnell auf, dass auch an der Musik heftigst gespart wurde. Nach einigen Stunden Spielzeit habt ihr die Nase voll und hört euch lieber begleitend einen euren eigenen Sounds dazu an. Was gut eingebaut wurde, sind die Teleport-Orte auf der Karte, an denen man sich in Sekunden hinbegeben kann. Auch wenn die Stadt so klein ist, dass Sherlock innerhalb von 3 Minuten sowieso alles erreicht.

Fazit

Singlplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

"Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper" ist ein gutes Adventure für alle alt eingesessenen Adventure-Spieler da draussen. Die Atmosphäre ist gut gestaltet, auch wenn das Spiel von der technischen Seite her sehr simpel aufgestellt wurde. Dazu merkt man dass das Spiel alles andere als sauber ist (Pc-Portation, Budget-Einsparung). Man wird jedoch von der Story und den Rätseln so sehr gefesselt, dass man schnell von der technischen Seite absieht.Alles in allem ist es nur schon deshalb, da die Xbox 360 sonst keine Alternativen bietet, ein zu empfehlender Titel. Für einen Top-Titel reicht es aufgrund der aufgeführten Mängel leider nicht.

3.5

Gut


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