Testlabor Shin Megami Tensei Devil Survivor Overclocked

Veröffentlicht am 19. November 2013 von Yasmin Zattal

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Shin Megami Tensei: Devil Survivor Overclocked

Willst du dein Schicksal selbst in die Hand nehmen? Dann rette die Welt – oder schau zu wie sie untergeht. Dir bleiben nur noch sieben Tage.

Wie alles beginnt
Naoya dein Cousin hat dich und deine zwei Freunde Yuzu und Atsuro kontaktiert. Er will euch dringend treffen, doch um die vereinbarte Zeit findest du nur deine Freunde vor Ort. Yuzu hat kleine Mini-Computer (im Spiel COMP genannt) von Naoya erhalten und verteilt euch allen jeweils einen. Schon bald ist nichts mehr wie es war, denn ihr erhaltet schreckliche Zukunftsprognosen per E-mail. Hat sich Naoya einen dummen Scherz erlaubt oder ist es wahr, dass bald schlimmes passiert? Weshalb erscheinen überall gefährliche Dämonen und greifen Menschen an? Und warum wird ganz Tokyo von der Aussenwelt abgeriegelt?

Das alles findet ihr heraus, wenn ihr als Hero mit euren Freunden die Welt rettet.

Aufbau des Games
Das Spiel ist in Tage und Zeiten unterteilt. Jeden Tag erhält man eine E-Mail welche die schrecklichen Ereignisse des Tages prophezeit. Das Ziel ist es nun mit deinen Freunden immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um alle zu retten. Jede Aktion benötigt Zeit, also sollte man immer gut im Blick haben, wann etwas passieren wird. Es gibt die Story-Sequenzen, in denen du als Hero (der Name ist frei wählbar) mit seinen Freunden oder Feinden redest. Diese Parts sind ziemlich passiv, man liest und klickt sich durch die Story, hin und wieder musst du eine eigene Antwort auswählen. Das Interessante daran ist, je nach dem was du antwortest oder wem du hilfst, verändert sich die Story. Im Allgemeinen soll es sechs verschiedene Enden geben, was den Wiederspielwert erhöht. Allerdings ist das Spiel so zeitintensiv, dass wahrscheinlich nicht alle gleich einen zweiten Durchlauf starten werden. Spannender als der “herumlaufen” und “reden” Teil sind die Kämpfe, die es zu bestreiten gibt. In rundenbasierten Kämpfen muss man seine Charaktere gezielt platzieren und bewegen sowie im richtigen Moment gegen den Gegner den passenden Angriff wählen. Das ist nicht wirklich immer einfach, aber es macht auch den Reiz des Games aus. Zwischen all dem Gerede und den Kämpfen hat gibt es ein paar Möglichkeiten das Spiel nach seinen Wünschen zu gestalten. So kann man zum Beispiel sein eigenes Team aus Dämonen zusammenstellen. Wenn gewisse Dämonen nicht mehr benötigt werden oder du einfach Lust hast einen Neuen zu kreieren, dann können zwei Dämonen zu einem fusionieren. Sind keine Dämonen vorhanden, so gibt es das Auktionshaus, wo du neue ersteigern kannst. Zudem darf der Spieler selbst wählen, welche Skills er welchem Charakter oder Dämon beibringt.

Optik und Sound
Optisch finde ich vor allem das Charakterdesign sehr schön umgesetzt. Jede Figur ist sehr detailliert und den Situationen entsprechend mit den passenden Emotionen im Gesicht dargestellt. Die Hintergründe, wie zum Beispiel die Stadt, finde ich auch schön. Allerdings finde ich während den Kampf-Parts die Grafik nur mittelmässig, dafür ist der Sound sehr stimmungsvoll und passend, das Game ist komplett synchronisiert. Irgendwie schön, dass man so viel Aufwand betreibt, um den Charakteren eine Stimme zu geben. Trotzdem habe ich so zirka in der Mitte des Spiels den Sound ausgemacht, weil ich die Konversationen schneller las, als was sie gesprochen wurden und ich mit der Zeit genug davon hatte. Dies ist aber sicher Geschmackssache.

Schwierigkeitsgrad
Zu Beginn des Spiels wählst du zwischen zwei Schwierigkeitsstufen, welche im Verlauf des Spiels nicht mehr geändert werden dürfen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, Devil Survivor ist definitiv KEIN leichtes Game. Daher rate ich den Easy Modus zu wählen, vor allem wenn du noch nicht vertraut mit den Shin Megami Tensei Games bist. Wenn du bereit bist Zeit, Geduld und Arbeit in das Game zu stecken, dann ist der Normale Modus auch OK. Im Spiel kommt der Schwierigkeitsgrad besonders zum Vorschein, wenn du taktische Fehler machst oder zu wenig Zeit ins Trainieren deiner Charaktere und deren Dämonen gesteckt hast. Es ist sehr gut möglich, dass du Missionen nicht gleich beim ersten Mal schaffst, da man zu Beginn nie weiss, wie die Gegner taktisch gegen einen vorgehen werden. Dies gilt vor allem für die Bossfights. Die Kämpfe zwischen den Story-Szenen sind weniger schwer finde ich. Wichtig, trainiere viel, töte massenweise Dämonen und schau dass deine Charaktere eine Vielzahl an verschiedenen Skills lernt.

Verbesserungen im Gegensatz zu Devil Survivor auf dem NDS

  • Die 3DS Version ist komplett synchronisiert.
  • Im Vergleich gibt es einen zusätzlichen Story-Part, genannt “the eight day” – der achte Tag.
  • Die Charaktere wurden optisch nochmals ein wenig überarbeitet. (Der Unterschied ist mir leider nur dezent aufgefallen)
  • Die 3D-Funktion wurde meiner Meinung nach viel zu wenig eingesetzt. Da hätte man wirklich mehr draus machen können. Aber das Intro ist wirklich sehr schön animiert.

Macht euch selbst einen Eindruck und schaut den Shin Megami Tensei: Devil Survivor Overclocked Trailer an oder besorgt euch das Spiel. Viel Erfolg bei der Rettung der Welt!

 

Fazit

Wer wirklich coole Stories mag und bereit ist viel zu lesen, wird das Spiel lieben. Bei den Kämpfen muss man Geduld beweisen und viel trainieren, dass man gut durch's Game kommt. Die Verbesserungen für die 3DS Version hätten im besagten 3D-Bereich aber noch besser sein können.

80%

Der Wahnsinn!


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Über den Autor

Die erste Konsole, ein Gameboy Pocket in gelb. Die ersten Games, Pokemon blaue Edition, Bomberman Pocket und Kirby. Einmal begonnen mit gaming, dann niemehr aufgehört. :) Heute zockt sie am liebsten diverse Indie-Games auf Steam oder das online Game League of Legends. Inzwischen auch diverse Games auf der PS3. Wenn Sie unterwegs ist auch mal irgendwas auf dem 3DS oder der PS Vita.



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