Testlabor Sonic Colours

Veröffentlicht am 4. Januar 2011 von Federico Gagliano

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Sonic Colours

Der schnellste Igel der Welt hat seit geraumer Zeit Startschwierigkeiten. Seine 3D-Eskapaden reichen einfach nicht an die grossartigen 2D-Titel heran, die seine Karriere starteten. Sonic Colours konzentriert sich dieses Mal vollständig auf die Level und sorgt mit neuen Fähigkeiten für frischen Wind. Ob das Spiel damit Höchstgeschwindkeit erreicht?

Rettet die Aliens!
Dr. Eggman hat seit kurzem einen Freizeitpark eröffnet, der als Wiedergutmachung für seine bösen Taten gelten soll. Sonic und Tails trauen der Sache kein bisschen und machen sich deswegen auf den Weg dorthin, um sich selber ein klares Bild der Lage zu verschaffen. Kaum angekommen treffen die Helden jedoch auf Eggmans Lakaien, die bunte Aliens einfangen und einsperren. Sonic entschliesst kurzerhand, dem bösen Treiben Einhalt zu gebieten, während Tails versucht einen Übersetzer zu bauen, um die „Wisps“ genannten Wesen zu verstehen.

Für tiefgründige Geschichten war Sonic nie bekannt, und auch Colours ist keine Ausnahme. Das Skript ist eher für jüngere Spieler ausgelegt, mit lockerem Slapstick-Humor sowie einer Menge schlechter Witze, bei denen ihr euch wünschen werdet, Sonic wäre stumm geblieben.

Neue Kräfte, alte Makel
Eggmans Freizeitpark bietet verschiedene Bereiche mit je sechs Akten, wobei der Letzte immer einen Bosskampf beinhaltet. An der Formel der letzten Spiele wurde nicht viel verändert. 2D und 3D Abschnitte lösen sich jeweils gleichmässig ab. Durch Ducken, Springen und Anvisieren verhindert ihr, dass alle wertvollen Ringe verloren gehen oder Sonic in den Tod stürzt. Die Steuerung funktioniert zwar wie gewohnt gut, aber der hohe Frustfaktor bleibt trotzdem bestehen. Sonic ist so schnell, dass ihr unmöglich rechtzeitig auf gewisse Hindernisse reagieren könnt. Try & Error lautet die Parole, was durch ein Checkpointsystem wenigstens leichter zu verkraften ist. In anderen Abschnitten werdet ihr regelrecht an der Hand geführt und könnt nur Zuschauen.

Die neuen Fähigkeiten geben Sonic neue Möglichkeiten, die Level zu überqueren. Sammelt der blaue Igel eines der Aliens ein, könnt ihr ihn durch Schütteln der WiiMote in unterschiedliche Formen verwandeln. Manche lassen ihn schweben, andere bestimmte Materialien durchbohren. Dabei funktionieren vereinzelte ein bisschen schlechter als andere. Mehrheitlich erfüllen sie aber ihren Zweck. Freigeschaltete Aliens erscheinen auch in bereits beendeten Level und können dort verwendet werden, um bessere Zeiten zu erreichen. Neben der fünf bis sechs Stunden langen Kampagne bietet Colours durch versteckte Challenges, Bewertungen und einen kleinen Koop-Modus reichlich Wiederspielwert.

Farbenfroh
Der Titel verrät es bereits, bei Sonic Colours dreht sich alles um Farben. Diese sind deshalb reichlich vorhanden. Die verschiedenen Bereiche besitzen alle ein individuelles Thema, wie Urwald oder Backwaren. Diese kommen wunderbar zur Geltung und werden von farbenfrohen Licht-Feuerwerken unterstützt. Ähnlich gut ist die Musik, die ebenfalls auf die verschiedenen Bereiche angepasst ist. Die Sprachausgabe ist gut, aber leider nur auf englisch mit Untertiteln verfügbar.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Sonic scheint endlich in die richtige Richtung zu rasen. Vergessen sind die schrecklichen Werwolf-Level aus Unleashed. Sega konzentriert sich stattdessen auf die Stärken des schnellen Igels. Simple Story, genug Inhalt und schnelles Gameplay können getrost so bleiben. Jedoch nützt Geschwindigkeit nichts ohne Kontrolle. Daran muss definitiv noch gefeilt werden, bis dahin sollte Sonic Colours Fans allerdings zur Genüge befriedigen.

3.5


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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