Testlabor Sonic Free Riders

Veröffentlicht am 6. Dezember 2010 von Marco Stirnemann

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Sonic Free Riders

Einleitung
Sonic Free Riders ist der dritte Streich der sehr erfolglosen Sonic Riders Serie. Der dritte Teil will nun durch vollen Kinect Support überzeugen. Das Spielprinzip ist noch immer dasselbe. Auf schwebenden Skateboards werden Rennen gefahren und Tricks vollführt. Es versteht sich von selbst, dass man in Sonic Free Riders das Board durch Gewichtsverlagerung steuert. Ein ähnliches Spielprinzip war Shaun White Snowboarding auf der Wii und das konnte durchaus überzeugen durch seine sehr gute Steuerung.

Probleme bei der Erkennung
In einem Tutorial wird die Steuerung erklärt. Während das Board unter Kontrolle gehalten wird, müssen mit den Händen Ringe eingesammelt und Items benutzt werden. Bereits im Menü findet sich die erste Ernüchterung ein. Ein schwerfälligeres Menü gibt es im Moment für Kinect noch nicht. Die Idee wäre, dass ihr mit der Hand die gewählte Funktion auf einen OK Button zieht. Dumm nur, dass das Spiel eine gefühlte Ewigkeit benötigt um zu erkennen wann ihr eure Hand ausstreckt um eine Funktion zu bewegen. Wenn man seine Hand gestreckt hält, ohne eine Bewegung zu machen, zuckt das Licht, welches die Position eurer Hand darstellen sollte, von einem Punkt zum anderen. Viele Spieler werden bereits jetzt die Nase voll haben.

Ist das Rennen erst einmal gestartet kämpft ih mehr mit der Bewegung des Rennfahrers als mit den Gegnern. Es wird zu keinem Zeitpunkt sauber erkannt, was ihr als Spieler machen sollt. Oder das Spiel erkennt nur einen Teil der Bewegung sauber. Wenn ich z.B. nach links fahren wollte und meine Hand nach links ausgestreckt habe um die Ringe zu sammeln, ging alles gut bis meine Hand ausgestreckt war. Sobald die Hand gestreckt war, zog das Board wieder gegen rechts und ich erwischte nicht einen der Ringe. Das Ganze wird natürlich nicht einfacher, wenn man gegen andere Fahrer spielt und immer wieder in ein Gerangel kommt. Sonic Free Riders zeigt sehr gut wie ein eigentlich spassiges Spiel, durch eine komplett inakzeptable Steuerung an die Wand gefahren werden kann.

Die Präsentation
Grafisch ist der Titel akzeptabel ohne echte Akzente zu setzten. Gesetzt dem Fall der Fahrer kann einmal Geschwindigkeit aufnehmen, bemerkt der Spieler schnell warum die Umgebung relativ detailarm und die Textur nicht auf höchster Auflösung ist. Der Sound ist das typische Sonicgedudel ohne an die Qualität von Sonic Adventure auf der Dreamcast zu kommen. Die Sprachausgabe ist in Englisch und geht absolut in Ordnung. Die meisten werden den Titel nicht lange genug spielen wollen um sich an der Musik oder der Grafik zu stören.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Es ist eine Frechheit, dass Sonic Free Riders in dieser Qualität auf den Markt kommen kann. Jeder Kinect Käufer, der sich diesen Titel als erstes kauft wird masslos enttäuscht sein. Wir empfehlen unbedingt die Finger von diesem Produkt zu lassen, hoffen jedoch auch, dass es in naher Zukunft eine spielbare Fassung des Spiels geben wird.

0.9


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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