Testlabor Sorcery - Teaser

Veröffentlicht am 22. Juni 2012 von Adrian Dermon

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Sorcery

Exklusive Move-Titel, die keine Minispielsammlung sind, gibt es kaum. So freuten sich schon viele Move-Besitzer, dass der Titel Sorcery, der früher als Demo hinhalten musste, endlich herauskam. Mit Sorcery möchte Sony nochmals zeigen, dass auch eigenständige Spiele mit der Move-Steuerung spielbar sind. Doch schon vorab kann ich sagen, dass dies nur teilweise gelungen ist.

08/15-Story
Sorcery oder die Geschichte eines Zauberlehrlings – welche Geschichte kommt einem da automatisch in den Sinn? Natürlich der berühmte Kurzfilm aus Fantasia mit der noch berühmteren Maus. In Sorcery ist die Ausgangslage ähnlich. Ein Zauberlehrling vergreift sich während der Abwesenheit seines Meisters an seinen Sachen und schliddert so in ein grosses Abenteuer. Als er nämlich aus Versehen einen Trank verschüttet und Zutaten an einem verbotenen Ort zusammensucht, lüftet er aus Versehen das Geheimnis der sprechenden Hauskatze Erline. Diese wurde nur vom Zauberer verwandelt, damit sie nicht gefunden wird, doch da sie sich kurzzeitig zurückverwandelt, wird eine böse Elfenkönigin auf den Plan gerufen. Diese hat dann nichts besseres zu tun als mit ihren Monstern die Menschenwelt anzugreifen. Mit dem Zauberstab seines Meisters muss Zauberlehrling nun die Elefenkönigin wieder zurückschicken.

Schwing den Stab
Wie bereits gesagt, handelt es sich bei Sorcery um ein Move-Spiel und kann deshalb nur mit Sonys Leuchtstab gespielt werden. Im Gegensatz zu anderen Spielen ist Sorcery jedoch kein Railgun-Shooter, sondern ihr könnt euch mehr oder weniger frei bewegen. Mit dem Controller oder dem Navigation-Controller steuert ihr den Zauberlehrling durch die Welt. In der rechten Hand haltet ihr den Motion-Controller, welcher natürlich als Zauberstab dient. So ahmt der Zauberlehrling all eure Bewegungen nach. Tatsächlich funktioniert die Kombination sehr gut und ihr könnt Gegner ohne Probleme treffen. Nur die feste Kamera kommt bei schnellen Umdrehungen nicht hinterher. Auch das Wechseln der Zaubersprüche klappt nicht immer auf Anhieb. Ein leicht automatisches Zielsystem hilft euch aber auch weiter entfernte Bogenschützen zu treffen. Um euch zu verteidigen habt ihr ein magisches Schild und müsst einfach den Schlägen der Gegner ausweichen. Dies und die Tatsache, dass ihr ein paar Zauber verbinden könnt, bringt ein wenig Taktik ins Spiel. Leider wiederholen sich die Gegnerscharen zu oft und meistens müsst ihr nur wie bei einem Railgun-Shooter auf alles Schiessen, was vor euch steht. Auch dass die meisten Levels sehr schlauchartig sind und kaum zur Erkundung einladen, trägt dazu bei.

Zu wenig Abwechslung
Eigentlich macht Sorcery vieles richtig. Obwohl es relativ kurz ist, kann man doch ein paar Stunden sich mit dem Titel vergnügen. Dazu kommen immer witzige Sprüche von eurer Begleiterin. Doch leider bietet das Spiel kaum Wiederspielwert oder Abwechslung. Zwar dürft ihr an einigen Stellen ein paar Spezialzauber benutzen oder einige kleine Rätsel lösen, aber wirklich schwierig sind diese nicht. Auch die kurzen Abschnitte, in denen ihr euch in ein Tier verwandelt, sind zu selten und bieten daher keine Abwechslung. Dazu gibt es nichts in der Spielwelt zu entdecken, da ihr – wie bereits gesagt – fast ausschliesslich in Schlauchlevels unterwegs seid. Hier verschenkt das Spiel sehr viel Potenzial.

Recht hübsch
Dank der Unreal Engine macht zumindest die Grafik einen durchwegs positiven Eindruck. Der leichte Comicstil passt zum Spiel und hübsche Zeichnungen in den kleinen Filmsequenzen treiben die Geschichte voran. Auch die Sprecher machen einen guten Job, obwohl der eine oder andere Spruch zu aufgesetzt wirkt. Trotzdem macht der Titel bei der Präsentation einen guten Eindruck.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Grafik
Grafik
Audio

Sorcery war zuerst nur eine Techdemo um die Movesteuerung zu präsentieren. Das Spiel zeigt nun, dass die Move-Steuerung tatsächlich Potenzial besitzt auch bei normalen Spielen eine gute Steuerungsmöglichkeit anzubieten. Leider vergibt der Titel jede Menge Potenzial. So gut die Steuerung ist, so durchschnittlich wurde der ganze Rest gestaltet. Die Präsentation ist zwar ordentlich, nur gibt es kaum Abwechslung. Wegen den engen Levels erinnert das Spiel dann manchmal auch an einen Railgun-Shooter. Trotzdem sollten vor allem Besitzer der Move einen Blick darauf werfen, sind doch Spiele für den Controller so rar und neue kaum in Sicht.

3.2

Befriedigend


Leserwertung: 3.8

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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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