Spare Parts
Die Arcade-Spieleliste ist um einen Titel reicher. EA Bright Light, die Macher von Create, haben nämlich mit Spare Parts ein weiteres Abenteuerspiel für Xbox Live Arcade und PlayStation Network kreiert, indem Roboter die Hauptrolle spielen. Kann der Downloadtitel überzeugen oder ist er sein Geld nicht wert?
Was ist passiert?
Der kleine Roboter Mar-T hat es schon nicht leicht, da wird er doch tatsächlich auf einem fremden Planeten ausgesetzt und hat erstmals keine Ahnung was er überhaupt tun muss, um den Ort wieder zu verlassen. Zum Glück findet er ein Raumschiff, das aber eher einem Frack ähnelt, als einem sicheren Fluchtmittel. Con-Rad, der eingebaute Boardcomputer, erzählt Mart-T vom gefürchteten und meistgehassten Typ im All, Lord Krung. Seine Anhänger, die Krofax und Affenspinnen sind auf dem ganzen Planeten verteilt und lassen keinen zu nahe treten. Damit Mar-T den Planeten aber wieder verlassen kann, beauftragt ihn Con-Rad die verstreuten Schiffsteile zu suchen, um so das kaputte Raumschiff wieder zu reparieren. Das Abenteuer beginnt.
Einzelteile
Das Spiel nennt sich nicht ohne Grund Spare Parts, denn neben den gesuchten 100 Schiffsteilen, müssen weitere Kampf- und Nutzutensilien, wie Powerarme, Nanohebel, Raketen- und Magnetstiefel gefunden werden, mit denen sich die Fähigkeiten des Roboters erheblich verbessern. Diese Dinge sind per Knopfdruck auswählbar und können später gegen gesammelte Münzen im Raumschiff aufgewertet werden. Damit man weiss welches der Ausrüstungen eingesetzt werden muss, benutzt man einfach den X-Scanner, der die gewünschte Antwort gibt. Desweiteren gerieten weitere Roboter in die Fänge von Lord Krung, denen ihr zur Hilfe eilen müsst, um sie zu befreien.
Intelligent kann man die kleinen Viecher, wie Krofax oder feuerspuckende Raupen, nicht gerade nennen, da sie öfters irgendwo hängen bleiben oder ahnungslos in der Gegend herumrennen, sind sie ein leichtes Unterfangen. Zu fest sollte man sich sowieso nicht auf die kleinen Gegner konzentrieren, da bereits wieder ein neuer Schwarm auftaucht, nachdem die erste Gruppe erledigt wurde. Solltet ihr aber trotzdem mal das Zeitliche segnen, wird Mar-T umgehend von Con-Rad auf der gleichen Stelle zurückteleportiert und zwar unbegrenzt. Trotzdem war ich öfters froh darüber nicht wieder von vorne Beginnen zu müssen, sonst hätte ich wohl nicht mehr so viel Motivation aufbringen können, das Spiel fortzusetzen. Begleitet wird das Spiel von Con-Rad, der jeweils als Hologramm in den Levels erscheint. Seine Anweisungen sind etwas zu kindlich gehalten, aber mit einer angenehmen Synchronstimme versehen.
Nur gemeinsam sind wir stark!
Was Spare Parts auszeichnet, ist der geniale Koop-Modus mit einem Freund. So beschreiten Mar-T und Chip als unzertrennliches Duo lokal oder online das Abenteuer. Manche Levels sind besonders auf den Mehrspielerpart ausgelegt und einige Raumschiffteile sind somit nur so zu erreichen. Zu bemängeln ist die schreckliche Kameraführung, die sich auf einen Spieler fixiert und der andere zu ihm zurückteleportiert wird, sollte er sich zu weit weg befinden. Nicht nur die Kamera lässt wenig Freiheit, sondern auch die Spielabschnitte, in denen es nur so von unsichtbaren Wänden wimmelt.
Macht Spass
Optisch macht das Spiel nichts falsch und zeigt, dass auch Arcade-Spiele schön aussehen können. Von Abschnitt zu Abschnitt seid ihr unter anderem im Dschungel, in dunklen Höhlen oder auf gefährlichen Klippen unterwegs und nicht selten erinnert Spare Parts ein wenig an Ratchet & Clank, dass sich ebenfalls auf das Sammeln von Objekten bezieht und eine bunte Grafik besitzt. Die Gesten der von Mar-T und Chip sind liebevoll und witzig anzusehen und machen die zwei kleinen Roboter sehr sympathisch. Die Länge des Spiels ist für ein Arcade-Titel ausreichend und bietet einige Stunden Spielspass.
Fazit
Zum Zeitvertreib zwischen den Release der Vollpreistiteln eignen sich am besten die günstigen Arcade-Games. Spare Parts ist für gerade mal 800 Microsoft Points auf Xbox Live oder für 15.95 Fr. auf PlayStation Network zu erwerben. Zugreifen sollten besonders diejenigen, die sich in ein Abenteuer zu zweit im Koop-Modus stürzen möchten. Aber auch Einzelspieler werden Freude daran haben, den Planeten in Spare Parts zu erforschen. Wegen den unendlich Anzahl Leben, den eingeschränkten Möglichkeiten und den leichten Gegnern richtet sich das Spiel jedoch in erster Linie eher an die jüngere Gamer-Generation, was aber nicht heissen soll, das der Eine oder Andere ältere Spielgenosse oder Spielgenossin kein Spass daran finden wird.


