Testlabor Spider-Man Shattered Dimensions DS

Veröffentlicht am 6. Oktober 2010 von Marco Stirnemann

0

Spider-Man: Dimensions

Die Story

Die Story ist schnell erzählt: Als Spider-Man einen Bösewicht (Mysterio) von einem Museumsraub abhalten will, zertrümmert er versehentlich eine Steintafel. Es stellt sich heraus, dass die Splitter der Tafel nun in vier Dimensionen verstreut sind und es versteht sich wohl von selber, wer nun die Bruchstücke wieder einsammeln muss. Ein Glück, dass es in jeder Dimension einen Spider-Man gibt. Schande über jeden, der nun behauptet, die Story würde nur als Begründung dienen, den Käufer gleich mit allen bekannten Spider-Man Versionen spielen zu lassen.

Bisher hatte man in den Spider-Man Spielen eine offene Stadt zu erkunden und konnte Verbrechen bekämpfen, wann und wo es einem gerade passte. Spider-Man Dimensions geht einen anderen Weg. Hier sind die Level schlauchartig und im Prinzip gibt es immer dasselbe Ziel. Ihr kämpft euch durch eines der diversen Settings und trefft dabei zu Beginn auf den Boss des Levels. In der Hälfte kämpft ihr gegen ihn, er flieht und gegen Ende des Levels kämpft ihr gegen eine viel stärkere Version des Bösewichts. Dieser hat seine enormen neuen Kräfte natürlich nur wegen der Splitter.

Gameplay Unterschiede

Die vier verschiedenen Spider-Man sollten sich unterschiedlich spielen lassen – dies wurde zumindest versprochen. Im Grunde genommen hat jedoch jeder eine Spezialfähigkeit, der Rest ist bei allen dasselbe. Das hat den Vorteil, dass man beim Spielen nie wirklich umdenken muss, wenn man einen Gegner platt machen möchte. Einzige Ausnahme bietet die Noire Version von Spider-Man. Dieser kann als einziger keinen offenen Kampf führen, sondern sich nur anschleichen. Die Idee ist gut und bringt Abwechslung ins Gameplay, ist jedoch auch mit Abstand am simpelsten zum spielen. Wurde ein Gegner ausgeknockt, kann er von den anderen nicht wieder belebt werden, sollten sie ihn finden. Die anderen drei Spider-Mans können sich im offen Kampf zu Wehr setzen und nutzen dabei ihre speziellen Eigenschaften, welche Fans aus dem Comic kennen. Spielerisch ändert sich jedoch nicht sonderlich viel.

Als Anreiz, die Level immer wieder zu spielen, dienen Aufgaben, die ihr erfüllen könnt, jedoch nicht müsst. Für jede erledigte Aufgabe erhält ihr Punkte. Diese Punkte könnt ihr dann für neue Moves oder Status-steigernde Upgrades verwenden. Da vor allem zu Beginn die Aufgaben jedoch sehr simpel sind, wird ein erfahrener Spieler bereits nach dem ersten Durchgang die meisten Bonus-Aufgaben gelöst haben.

Die Steuerung ist besser als die Kamera

Die Steuerung ist eingängig und geht leicht von der Hand. Die Kamera ist jedoch in vielen Situationen sehr ungünstig platziert. Genauso oft wie ihr mit den Gegnern kämpft, kämpft ihr mit der Kamera. Ein weiterer Kritikpunkt dürfte für viele Fans der älteren Spiele sein, dass das typische Spider-Man Feeling nicht mehr aufkommt. Natürlich machen die neuen Levels Spass und sie sind auch abwechslungsreich gestaltet. Das Spiel ist jedoch fast zu sehr zu einem Action Jump & Run geworden. Es wird nur noch selten an Wänden herumgekrabbelt und stundenlanges durch die Gegend schwingen gibt es auch nicht mehr wirklich.

Die Präsentation

Grafisch punktet das Spiel vor allem durch die verschiedenen Stilrichtungen. Die Noire Level sehen sehr stimmig aus. Mit dem klassischen Spider-Man erlebt man das Spiel in einem abgespeckten Cell-Shading. In den Spider-Man 2099 Level ist alles auf Hochglanz. Der Ultimate Spider-Man bietet keinen besonderen Stil, kann jedoch durch die coolen Animationen punkten, die der schwarze Anzug verursacht.

Der Soundtrack ist stimmig und passt immer perfekt, ohne dabei wirklich aufzufallen. Die Sprüche von Spider-Man variieren zwischen gezwungen witzig und passend. Leider wiederholen diese sich jedoch bereits nach wenigen Minuten.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Spider-Man: Dimensions macht es mir wirklich nicht einfach. So sehr ich die Bosskämpfe mag, so sehr nervt mich die Kamera. Die vier verschiedenen Spider-Mans spielen sich zu identisch und meine Lieblings-Version (der Noire Spider-Man) ist schlicht zu einfach. Wiederspielwert hat das Spiel höchstens für Fans, welche damit leben können, dieses Mal auf das Schwingen durch New York zu verzichten. Alles in allem bietet dass Spiel eine nette Alternative zu den letzen Auftritten von Spider-Man auf den Konsolen. Der richtig grosse Wurf ist der Titel jedoch leider nicht geworden. Dafür ist einfach noch zu viel unstimmig.

3.7


Weitere Beiträge zum Thema: , , , ,


Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



Back to Top ↑