Testlabor Spock-Kirk

Veröffentlicht am 4. Mai 2013 von Marco Stirnemann

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Star Trek

Die meisten Gamer kennen das Problem. Ihr freut euch auf einen Kinofilm und zeitgleich wird das Spiel dazu angekündigt. Auf jeden Fall ist es ratsam vorsichtig mit der Vorfreude zu sein. Einmal von Bladerunner abgesehen, waren die meisten Spiele zu Filmen Mittelmass bis totaler Müll, sozusagen das selbe wie ein Uwe Boll Film eines Games.

Star Trek ist in der Grundidee gelungen. Die Story spielt zwischen dem Film aus dem Jahr 2009 und dem kommenden Film. Als Kirk und Spock machen sich die Spieler auf den Planeten Neu Vulkan von einer Gorn Invasion zu befreien. Die Gorn haben unter den Trekkies einen Kult Status und da hat es uns natürlich sehr interessiert wie die Gorn in die aktuelle Konsolengeneration transportiert wurden. Eines vorweg, die neue Interpretation der Gorn wird hoffentlich schnell wieder vergessen werden. Dies ist Sinnbildlich für das ganze Spiel.

Star Trek bietet ca. drei Spiele von denen es hemmungslos klaut. Es gibt Stealth Einlagen wie in Metal Gear, die jedoch nur schlecht funktionieren und darum selten genutzt werden. Es kommen Klettereinlagen wie in Assassin’s Creed vor, diese spielen sich aber weder allzu flüssig, noch sind sie besonders cool präsentiert. Das meiste ist aber von Army of Two geklaut. Ihr geht von Deckung zu Deckung und ballert in zehn Minuten mehr Gorn weg, als der alte Kirk in allen 79 TV Episoden alle Feinde zusammen weggeschossen hat . Der Phaser kann auf Betäubung gestellt werden, spielerisch ändert sich wenig. Statt den Gegner direkt zu töten, muss er KO geschlagen werden, eine bessere Wertung oder sonstige Bonis gibt es dafür nicht.

Die Schauspieler aus dem Film sind zweifelsohne gut zu erkennen und es wurden die Original Sprecher aufgeboten. Der Soundtrack kann ebenfalls überzeugen. Die restliche Präsentation ist nicht ganz so gelungen, unscharfe Texturen und detailarme Umgebungen zeugen vor allem von dem extremen Zeitdruck, welche die Entwickler hatten. Generell wirkt der Titel vor allem dann unfertig, wenn das Spiel vor sich hin dümpelt. Die Action wird schnell langweilig, als Auflockerung, kann der Spieler die dumme KI testen. Gegner rennen teilweise völlig planlos durch die Gegend, bleiben gerne einmal in Wänden oder an Gegenständen stecken.

 

 

Fazit

Star Trek vergibt sehr viel Potential. Ein Brüller für die Fans wäre der Titel wohl nicht geworden. Das Spiel ist viel zu Actionlastig und die Wortgefechte zwischen Pille, Spock und Kirk wollen nie so richtig zünden. Die Charaktere sehen den Schauspielern ähnlich, jedoch sind die Animation der Figuren und Gesichter einfach nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Bereits nach wenigen Stunden hatte ich das Gefühl alles gesehen zu haben. Danach dümpelte ich von einer langweiligen Location zur anderen und ballerte mich mit Spock durch Wellen von Gorn. Die KI ist jedoch teilweise so mies, dass auch das Kerngameplay nur bedingt Spass macht.

62%

Kann im Regal bleiben


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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