Testlabor Star Wars The Force Unleashed 2

Veröffentlicht am 15. November 2010 von Federico Gagliano

0

Star Wars: The Force Unleashed 2

Das erste Force Unleashed konnte nicht wirklich überzeugen, verkaufte sich aber sehr gut. Kein Wunder liefert LucasArts nun eine Fortsetzung. Haben sie wenigstens etwas dazugelernt?

Klon oder nicht Klon?
Ihr schlüpft wieder in die Rolle von Starkiller, Darth Vaders rebellischer Schüler. Aber ist er es wirklich oder handelt es sich nur um einen Klon, wie der dunkle Lord behauptet? Starkiller verdrängt die Frage und macht sich auf die Suche nach seiner Freundin Juno, von Erinnerungen geplagt, die möglicherweise gar nicht ihm gehören. Auf seinem Weg wird er nicht nur auf alte Freunde treffen, sondern auch auf einige Star Wars Grössen wie Yoda oder Boba Fett.

Die Macht ist stark in dir
Bereits im ersten Teil hatte Starkiller bewiesen, dass seine Machtkräfte denen von anderen Jedis weit überlegen sind. Das hat sich auch nicht geändert. So führt er von Anfang an zwei Lichtschwerter, die zwar arm an Combos sind, dafür mit Machtangriffen ergänzt werden. Machtgriff, -stoss und -blitz sorgen für Abwechslung im Kampf. Mit dem Geistestrick können Feinde kurz zu Verbündeten rekrutiert werden. Die Taktik muss je nach Gegnerart angepasst werden, manche sind nämlich immun gegen die Macht, andere blocken problemlos eure Schwerter ab. Für erlegte Truppen gibt es Punkte, die eure Kräfte noch wirkungsvoller machen. Fleissige Entdecker finden auch Holocrons, die Gesundheit und Macht erhöhen oder neue Lichtschwerter mit unterschiedlichen Effekten freischalten.

Die dunkle Seite

Klingt soweit alles nach handfester Action-Adventure Kost, aber das war es leider auch schon. Die linearen Levels bieten kaum etwas ausser den Kämpfen, nur minimale Hüpfpassagen und einige Verfolgungssequenzen unterbrechen das Lichtschwertgemetzel. Habt ihr erst einmal die Schwächen der Gegnertypen durchschaut, stellt sich monotone Wiederholung ein. Sogar die grösseren Bosskämpfe, welche Highlights sein sollten, verlangen von euch nur das Wiederholen bestimmter Muster. Aber keine Angst, kaum macht sich die öde Repetition bemerkbar, ist das Spiel vorbei. Mickrige drei bis vier Stunden braucht man für die neun Levels, die in nur drei Settings verteilt sind. Da grenzt es an Unverschämtheit, dass einige Bereiche sogar mehrmals benutzt werden.

Eines der Levels darf eigentlich gar nicht erst gezählt werden, denn der Besuch bei Yoda besteht praktisch nur aus einer Zwischensequenz, die zudem völlig unnötig ist. Das gleiche gilt für Boba Fett, dessen kleiner Auftritt ebenfalls nur wie ein Lockmittel für Star Wars Fans wirkt. Der Wiederspielwert ist gering, da der Schwierigkeitsgrad erst auf dem höchsten Niveau fordert, während die zehn Challenges nur für Masochisten geeignet sind.

Donnerwetter
Bei der Präsentation kann The Force Unleashed hingegen punkten. Der Originalsoundtrack und die Geräusche verursachen immer wieder Gänsehaut. Weder die deutsche noch die englische Synchro befinden sich aber auf diesem Niveau. Optisch zeigt das Star Wars Universum erneut seine Schönheit in allen drei Settings, sei es auf einem düsteren Raumschiff oder in einer hängenden Stadt. Lichtschwert- und Blitzeffekte sorgen für regelrechte Feuerwerke auf dem Bildschirm, während das Zerstückeln der Sturmtruppen euch fast ein bisschen schuldig fühlen lässt.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

The Force Unleashed enttäuscht auch beim zweiten Versuch. Die Story fesselt genauso wenig wie das monotone Gameplay. Regelrecht unverschämt ist aber die unglaubliche Kürze des Spiels, das problemlos an einem Nachmittag beendet werden kann. Nur eingefleischte Star Wars Fans werden dank der guten Präsentation noch etwas Positives aus dem Spiel ziehen können.

3


Weitere Beiträge zum Thema: , , , , , , ,


Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



Back to Top ↑