Testlabor Super Smash Bros. 3DS

Veröffentlicht am 20. Oktober 2014 von Adrian Dermon

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Super Smash Bros. 3DS

Endlich ist es soweit und Super Smash Bros geht in die nächste Runde. Wie Mario Kart oder andere Nintendo Serien erscheint auch diese Reihe auf jeder neuen Konsole. Zum ersten Mal kommt aber auch ein Handheld von Nintendo zum Zug. Nun dürft ihr euch unterwegs mit Freunden messen und euch auf die Mütze geben. Doch funktioniert das Prinzip auf so einem kleinen Bildschirm?

Gleiches Spielprinzip
Wer bereits einmal ein Super Smash auf dem N64, GameCube oder der Wii gespielt hat, wird sich gleich wohl fühlen. An der einfachen Steuerung hat sich nichts geändert. Ausser dem Analogstick und zwei Tasten, um verschiedene Moves auszuführen, braucht ihr fast nichts mehr. Somit haben auch Einsteiger kein Problem, um schnell mit allen Charakteren zu kämpfen. Insgesamt prügeln sich dann auch wieder maximal vier Kämpfer um die Wette. Dabei stellt sich eine Frage: Welchen Kämpfer wähle ich?

Die Qual der Wahl
Schon in den letzten Teilen schlugen sich die grössten Nintendohelden sowie einige Gaststars gegenseitig ihre Köpfe ein. Dieses Mal sind es noch um einiges mehr und die Auswahl fällt umso schwerer. Nun sind spezielle Figuren, wie der Bewohner aus Animal Crossing oder der Fitnesstrainer aus Wii Fit dabei.  Manche würden sagen, Nintendo hat es fast übertrieben. Vielleicht haben diese Leute damit sogar Recht, da vermutlich die eher unbekannteren Figuren nicht soviel gespielt werden wie die bekannten Charaktere. Trotzdem ist das Balancing im Grossen und Ganzen sehr fair verteilt, auch wenn ein paar der Figuren einiges mehr Training und andere Taktiken benötigen als andere. Auch gestiegen ist die Stage-Auswahl. Diese sind meiner Meinung nach sehr vielfältig ausgefallen und halten immer einige Überraschungen bereit. Jedoch nerven wenige davon, da sie sehr klein ausgefallen sind und man öfters aus Versehen hinunterfällt. Hier wären ein paar grosse und offene Stages mehr sicher keine schlechte Idee gewesen. Die Itemsauswahl in den Stages ist nochmals angewachsen, wobei der Smash Ball natürlich nicht fehlen darf. Wer diesen zerstört, erhält einen Superangriff, der von Figur zu Figur unterschiedlich ist, bei richtiger Ausführung aber den Gegner sofort aus dem Ring katapultiert. Wer sich nicht daran erfreut, kann alle Items während des Kampfes auch ausschalten.

Im Umfang der Modi bietet es wieder sehr viele Möglichkeiten. Neben dem normalen Smash Modus, bei dem ihr ganz normale Matches ausführt, gibt es noch zig andere Abenteuer, die ihr mit den Kämpfern bestreiten dürft. Ich möchte hier nicht alle aufzählen, jedoch ist sicher für jeden was dabei. Cool sind auch die neuen Personalisierungsmöglichkeiten für jede Figur. Wenn ihr in bestimmten Modi mit demselben Charakter kämpft, dann könnt ihr ihm in einigen Attributen wie Schnelligkeit oder Kraft stärken und ihn so immer weiter verbessern. Einen ganz eigenen Charakter erstellt ihr mit eurem Mii, bei dem ihr sogar noch die Technik auswählen dürft und welche Moves er draufhat. Nehmt ihr euch ein wenig Zeit, dann lassen sich die Miis sehr individuell an eure Wünsche anpassen.

Gegeneinander ist es noch spassiger
Gegen gute K.I. Gegner anzutreten macht zwar Spass, noch lustiger geht es aber gegen reale Gegner zu und her. Der Onlinemodus bietet sehr viele Möglichkeiten, um gegen eure Freunde anzutreten,  was die Einstellungen betreffen. Auch gegen andere Spieler der Welt tretet ihr ganz einfach an. Leider sind mir manchmal einige Laggs aufgefallen, die hoffentlich später noch behoben werden. Trotzdem macht der Onlinemodus einen super Eindruck. Spielt ihr offline gegen einen Freund, wird zwar auch ein zweites Spielcartridge gebraucht, dafür habt ihr nochmals mehr Modi zur Auswahl, bei denen ihr zusammen spielen dürft.

Achtung beim Spielen
Nintendo hat den Titel super auf den Handheld angepasst. So sieht es grafisch sehr gut aus und läuft absolut flüssig, sogar bei grossen Explosionen. Jedoch ist ein 3DS XL fast Pflicht, da auf dem normalen 3DS manchmal die Übersicht leidet, wenn die Spieler zu weit auseinander sind oder grössere Explosionen die Sicht verdecken. Ein weiteres Manko ist die eigentliche gute Steuerung. Denn in den Einstellungen dürft ihr einige Tasten selbst konfigurieren, so dass ihr keinen Krampf in den Finger bekommt, wie das bei Mario Kart öfters der Fall ist. Leider ist es nicht möglich statt mit dem Analogstick die Figur mit dem Steuerkreuz zu bedienen. Denn der Analogstick hat zwei Nachteile. Beim Sprung oder wenn ihr schneller rennen möchtet, reagiert er sehr unpräzise und durch dass starke beanspruchen während dem Spielen, ist bei manchen schon der Stick abgebrochen. Das Steuerkreuz wäre wie bei der Street Fighter Serie hier die bessere Möglichkeit gewesen. Dies ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Fazit

Super Smash Bros. erfüllt auch unterwegs alles, was das Kämpferherz begehrt. Nintendo stopfte es mit vielen Kämpfern voll und auch die Stages sowie die Balance sind gelungen. Jedoch empfehle ich den 3DS XL für das Spiel, da der Bildschirm des Normalen fast zu klein ist. Nun freut man sich noch mehr auf die Wii U Variante, die im November erscheinen wird.

88%

Toller Vorgeschmack


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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