Testlabor Super Smash Bros. 3DS

Veröffentlicht am 3. Dezember 2014 von Adrian Dermon

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Super Smash Bros. for Wii U

Vor einigen Wochen erschien Super Smash für den 3DS (zum Review). Nachdem wir nun genug auf dem kleinen Bildschirm mit Mario und seinen Freunde gespielt haben bzw. gegeneinander angetreten sind, geht es jetzt munter auf der Wii U weiter.

Gleiche Modi? Mitnichten!
Der 3DS bot in Sachen Umfang schon eine Menge und deshalb war ich natürlich gespannt, ob die Wii U Version noch mehr bieten würde. Obwohl sich das Menü wie ein Ei dem anderen gleichen, gibt es einige Modi mehr. Ein grosser Unterschied ist der Wegfall des Smash-Abenteuers. In diesem durfte man sich innerhalb von fünf Minuten durch die verschiedensten Gegnertypen kämpfen und seinen Kämpfer aufleveln. Statt Smash-Abenteuer heisst es nun Smash-Tour und erinnert an Mario Party. Ihr seht ein Spielbrett und würfelt gleichzeitig mit euren Gegnern. Danach dürft ihr so viele Felder vorrücken, wir ihr gewürfelt habt. Auf jedem Feld gibt es andere Power-Ups, die euren Charakter Runde für Runde stärken. Am Anfang wählt ihr aus, wie viele Runden eine Partie dauert. Sind diese Runden vorbei, tretet ihr mit eurem gestärkten Charakter gegen die anderen an. Hat Nintendo auf dem 3DS mit dem Smash Abenteuer den Fokus auf den Singleplayer gelegt, so macht der Smash-Tour Modus nur mit Freunden wirklich Laune. Alleine ist es sehr schnell langweilig. Dafür gibt es aber weitere Modi, denn Nintendo stopfte die Wii U Version quasi voll damit. Neben dem Smash-Modus und dem Klassikmodus dürft ihr auch spezielle Aufgaben lösen, bei denen ihr z.B. als Mario alle seine Bösewichte besiegen müsst. Dank immer neuen Herausforderungen bietet es für Einzel- sowie Mehrspieler sehr viele Stunden Spass. Erwähnenswert ist auch der Leveleditor, mit dem ihr euch eure eigene Level bauen und mit euren Freunden teilen dürft. Da dies auch dank der Touchscreensteuerung des Wii U Controllers sehr einfach von der Hand geht, entstehen schnell neue und witzige Level.

So viele Kämpfer und Steuerungsmöglichkeiten
Viele Kampfspiele bieten eine grosse Anzahl an Kämpfer, was aber Super Smash Bros. auffährt, sprengt schon fast den Rahmen. Knapp 50 Charaktere aus Nintendos Spieleuniversum sowie einige Gastauftritte sind als Kämpfer auswählbar. Was dabei überraschend auffällt, obwohl sich einige gleichen oder fast kopiert wirken, spielt sich jeder ein wenig anders. Trotzdem sind die Vor- und Nachteile relativ gut ausbalanciert, so dass jeder gegen jeden eigentlich gewinnen kann, vorausgesetzt man beherrscht den Charakter. Die Steuerung geht nun noch leichter von der Hand, den mit dem Wii U als auch mit dem Pro Controller funktioniert die Bedienung sehr gut. Die Steuerung ist immer noch einfach und darf fast nach Belieben selbst eingestellt werden. Dies gilt aber leider nur für die Schlag- sowie Sprungtasten, denn die Bewegung des Charakter bleibt weiterhin auf dem Analogstick. Schade, da ich es wie in Tekken lieber mit dem Steuerkreuz gespielt hätte. Dafür dürft ihr neben den Eingabegeräten für die Wii U sogar mit einem Gamecube-Controller (nur mit Spezialadapter) oder sogar mit eurem 3DS die Spielfigur über den Bildschirm hetzen. So sollte für jeden etwas dabei sein.

Mehrspielerspass pur
Bereits jetzt möchte ich meine hohe Wertung am Ende erklären, denn diese verdient das Spiel alleine durch den Multiplayer. Dies ist aber auch der Hauptkern eines Prügelspiels, denn im Einzelspieler bietet es sehr viel Spass, doch erst mit Freunden dreht es wie Mario Kart so richtig auf. In Zeiten, wo es kaum mehr möglich ist, mit Freunden am gleichen Bildschirm zu spielen, zeigt hier Super Smash Bros. wie es richtig geht. Denn hier können bis zu acht Spieler gegeneinander offline antreten. Die Einstellungsmöglichkeiten sind dabei fast unbeschränkt. Ihr wählt aus ob ihr lieber auf Zeit oder Leben und mit wievielen und welchen Items ihr spielen möchtet. Bei 8 Spielern ist das Chaos schon vorprogrammiert und witzige Fights warten auf euch. Seid ihr nur zu zweit oder zu viert sind gar fast alle Modis auch gemeinsam spielbar, was natürlich nochmals mehr Spass macht. Ein wenig enttäuscht war ich aber vom Onlinemodus, wo es Nintendo einfach nicht schafft, das hohe Niveau aufrecht zu erhalten. Versteht mich nicht falsch, das Wichtigste beinhaltet der Online Mehrspieler, doch etliche Modis fehlen und was noch schlimmer ist, es ist immer noch nicht möglich mit Freunden zu kommunizieren. Das Wii U Tablet hat eine eingebaute Kamera und ein Mikrofon, aber was nützt dies, wenn es nie benutzt wird. Ausserdem ruckelte es zumindest bei meinen Kämpfen manchmal recht stark, so dass die Kämpfe recht mühsam wurden. Da es aber offline so gut funktioniert, verzeihe ich es Nintendo.

Hübsch und schnell
Obwohl auf dem Bildschirm viel los ist, sieht das Spiel einfach super aus. Die Charaktere sind wunderschön animiert und die Level sind abwechslungsreich und halten jede Menge WOW Momente für euch bereit. Dazu kommt eine tolle Musikuntermalung dazu, die sich je nach Level verändert, aber immer zum Gezeigten passt. Beim 3DS störte der kleine Bildschirm, wenn die Kämpfer zu weit auseinander waren. Bei der Wii U Version verkleinert sich das Bild zwar auch, dank HD-Auflösung und natürlich einem grossem TV macht dies nichts aus. So hat jeder Spieler seine Figur im Blick und darf in aller “Ruhe” auf die anderen draufkloppen.

Fazit

Auf dem 3DS machte Super Smash schon eine gute Figur und auf der Wii U legt es noch eine Schippe drauf. Die Modi sowie die Anzahl an Kämpfer sind gestiegen. Bis man alles freigeschaltet hat, vergehen viele Stunden. Typisch Nintendo ist es alleine lustig, aber erst mit Freunden geht der Spass so richtig los. Ein Kaufgrund mehr für die Wii U!

89%

Partyspass pur


Leserwertung: 5

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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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