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Veröffentlicht am 21. Juni 2013 von Adrian Dermon

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The Last of Us

In Hollywood werden zur Zeit Fortsetzungen und Remakes am Laufband gedreht. Auch in der Spielebranche ist dieser Trend in den letzten Jahren erkennbar. Doch manchmal kommen wiederum neue Spiele heraus, in denen ich den Glaube, dass die vielen Autoren imme noch gute Geschichten erzählen können, wieder zurück erlange. Mit The Last of Us erschien wohl einer der letzten exklusiven Spielen für die PS3 und zeigt erneut, dass die Konsole noch nicht zum alten Eisen gehört.

Emotionen von Anfang an
Die Geschichte von The Last of Us wäre eigentlich einfach zu beschreiben. Es gab wieder einmal eine Epidemie, die Menschheit ist fast ausgestorben und die restlichen machen sich gegenseitig fertig. Nur die zwei Protagonisten raufen sich zusammen und versuchen sich irgendwie durch diese Welt zu kämpfen. Eine Geschichte, die schon so oft erzählt wurde und dennoch schafft es the Last of Us anders zu sein. Dies bemerkt ihr schon bereits im Tutorial, denn statt den Hauptcharakter zu spielen, steuert ihr seine Tochter, bevor das Unglück seinen Lauf nimmt. Um es vorweg zunehmen, bereits das Tutorial bietet soviele Emotionen, wie andere Spiele in einer ganzen Handlung. Nach wenigen Minuten seid ihr in der Geschichte von The Last of Us gefangen. Um euch trotzdem einen Einblick in die Geschichte zu geben, vergehen nach dem Einstieg 20 sehr traurige Jahre, in denen Pilze die Menschen in zombieähnliche Kreaturen verwandelt haben. Ihr seht zum ersten Mal wieder euren Hauptcharakter, der auf den Namen Joel hört. Mit Gelegenheitsjobs lebt er in einer Stadt, das vom Militär regiert wird. Als er von einer Widerstandstruppe den Auftrag erhält ein Mädchen aus der Stadt zu schleussen, sieht der ruppige Mann dies mehr als Belastung an. Natürlich entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen ihm und dem Mädchen namens Ellie und natürlich ist an ihr etwas Besonderes. Doch das solltet ihr selbst herausfinden. Die beiden machen sich somit nun auf einen langen Weg, der euch für Stunden faszinieren wird. Und im Gegensatz zu anderen gesteuerten K.I. Partnern nervt Ellie überhaupt nicht. Im Gegenteil, beinahe zum ersten Mal möchte ich, dass es auch sie bis zum Ende schafft. Wie es ausgeht, dass müsst ihr selbst herausfinden.

Was ist schlimmer?
Ein riesiger Pluspunkt zeigt sich also bereits in der Geschichte, doch wir reden hier immerhin von den Jungs die Uncharted entwickelt haben, was wiederum ein tolles Gameplay bedeutet. Wer nun aber denkt, dass es in The Last of Us nur ums Ballern geht, der irrt sich gewaltig. Die Munition ist knapp und eine Pausentaste gibt es während eines Kampfes nicht, um sich beispielsweise zu verarzten. So wird mehr geschlichen als geschossen. Vor allem gegen die grässlichen Kreaturen hilft oftmals nur ein leises Vorgehen beziehungsweise eine leise Flucht. Langweilig wird es aber trotzdem nicht, den vor allem bei menschlichen Gegner, ist die Waffe manchmal der letzte Ausweg. An Abwechslung fehlt es auch sonst nicht, denn es gibt auch viele Rätsel und verschiedene Fahr- sowie Reitpassagen. Einziger Kritikpunkt, der mich wirklich ein wenig störte, war dass eure Munition begrenzt ist, die von euren Gegnern dafür anscheinend oftmals nicht. So schiessen die Soldaten salvenweise ohne Unterbruch auf euch, während ihr mit ein paar wenigen Kugeln auskommen müsst. Habt ihr die Soldaten endlich getötet, könnt ihr komischerweise nicht die viel stärkere Waffe aufnehmen. Auch nur wenige Gegner geben effektiv einige Kugeln euch zurück. Hier wäre ein wenig mehr drin gewesen, jedoch stört dies nur wenig und ist Klagen auf hohem Niveau.

Glaubwürdige Welt
Die nächste Konsolengeneration steht vor der Tür und ich fragte mich manchmal bei diesem Spiel, was wollen sie noch besser machen? The Last of Us wirkt oftmals wie aus einem Guss. Statt durch immer düstere Gänge zu schleichen, seid ihr oft im hellsten Sonnenschein unterwegs und im Gegensatz zu Resident Evil 5 macht es hier viel mehr Sinn. Trotzdem lauert die Gefahr von allen Seiten und die grässlichen Kreaturen sehen auch im Sonnenlicht nicht hübscher aus. So kommt einfach genau die richtige Stimmung auf, was sicherlich auch an der hervorragenden Sounduntermalung liegt. Das Gesamtwerk stimmt und sogar die deutschen Sprecher machen einen guten Job. Leider sind sie manchmal nicht lippensynchron oder die Stimmen kommen zu laut rüber. Doch dies verzeiht man sehr schnell.

Fazit

Wenn man mich fragt, warum ich Spiele mag, dann sage ich oft, dass Games schon längstens eine Kunstart sind. Wer mir nicht glauben möchte, dem zähle ich einige Titel auf. Neu wird The Last of Us auch dazugehören. Als einer der letzten exklusiven PS3 Titel kitzelt es grafisch nochmals alles aus der Konsole heraus und erzählt dabei noch eine stimmige und packende Geschichte. Wie in einem guten Film oder einem spannendem Buch vergehen Stunden, in denen ihr die Geschichte verfolgt. Dabei wirkt fast alles, ausser an wenigen Stellen, nur eines, nämlich glaubwürdig. Denn sogar eine solche Pilzepidemie ist nicht mal völlig unmöglich. Wer es mir nicht glaubt, der googelt am Besten die Pilzart Cordyceps nach. Ansonsten ist nur zu sagen, Naughty Dog liefert wieder ein Must Have Titel für die PS3.

90%

Besser als Kino


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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