Testlabor The Legend of Zelda: A Link Between Worlds

Veröffentlicht am 22. November 2013 von Adrian Dermon

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The Legend of Zelda: A Link Between Worlds

Es war einmal auf dem Super Nintendo, da eroberte das Spiel Zelda: A link to the Past die Herzen der Spieler im Sturm. Zwar zog der grüne Held bereits auf dem NES gegen Monster, doch die Grösse dieses Titels sowie die vielen Stunden Spielspass, die es bot, machten es zu einem Riesenhit. So war es auch nicht verwunderlich, dass ein Remake auf dem GameBoy Advance 2003 erschien. Mit The Legend of Zelda: A Link Between Worlds folgt nun der eigentliche offizielle Nachfolger zu dieser Spieleperle.

Remake oder Fortsetzung?
Wenn beim neuen Zelda die ersten Bilder auf dem Bildschirm flimmern, denkt man sofort, dass man dies von irgendwo her kennt. Auch nach ein wenig Herumlaufen wird man das Gefühl nicht los, dass Nintendo hier doch nur wieder ein Remake abliefert. Doch ich kann euch beruhigen, obwohl es sehr sehr viele, ich kann das nicht genug erwähnen, Anleihen oder auch Hommagen an A link to the Past gibt, ist es doch anders. Zuerst einmal spielt es etwa 100 Jahre nach dem ersten Titel, das Land hat sich aber nicht verändert und so steht fast jedes Haus, wo es auch früher gestanden ist. Auch unser Held, der es wieder selbst nicht weiss, wacht im gleichen Bett auf, wie der legendäre Held von damals. Auch er arbeitet beim Schmied und muss zum Palast gehen, wo eine böse Macht die Kontrolle übernommen hat. Nun unterscheiden sich die beiden Geschichte aber, denn die neue Oberbösewichtin Yuga, im Spiel wird sie als Mann angesprochen, jagt verschiedene Personen, die Nachkommen der Sieben Waisen sind. Erst wenn sie alle Sieben Waisen, darunter auch Prinzessin Zelda, gefangen hat, kann sie den mächtigen Ganondorf wiedererwecken. Da kommt der kleine Held gerade recht, der sich ihr mutig in den Weg stellt und natürlich anfänglich keine Chance hat. Mehr noch, Yuga verwandelt unseren Helden in ein Gemälde, doch dank einem Zauberarmreif ist es ihm möglich sich wieder zu befreien und sich auf die Suche nach den Sieben Waisen zu machen.

Ein Bild von einem Mann
Mit dem Armreift habt ihr also die Möglichkeit jederzeit an fast allen Wänden euch in ein Bild zu verwandeln und an diesen entlangzulaufen. Dies sieht nicht nur fantastisch aus, sondern bietet viele Rätselmöglichkeiten. Ein Beispiel gefällig? In einem Raum habt ihr bereits alles durchsucht, als ihr euch aber an der Wand in ein Gemälde verwandelt, seht ihr eine kleine Lücke, durch die ihr hindurch gehen könnt und schon habt ihr einen neuen Raum entdeckt. Dies ist eines der einfachen Rätsel, ich kann euch garantieren, dass Nintendo wirklich raffinierte Ideen in die typisch sehr grossen und tollen Dungeons eingebaut hat. Dank dieser Gemäldefunktion seid ihr auch im späteren Verlauf in der Lage in eine andere Dimension zu gehen, wie es auch schon dank Spiegeln im Vorgänger möglich war. So verdoppelt sich das Land und der Spielspass noch einmal.

Geld regiert die Welt
Die andere wichtige Neuerung im Spiel ist sicherlich, dass euch von Anfang an alle Items zur Verfügung stehen. Ein Haken hat die Sache allerdings: Dies kostet Geld beim pfiffigen Händler. Der leiht euch zwar die verschiedenen Waffen wie Bogen, Bomben oder Zauberstäbe auch für ein gewisses Sümmchen aus, beisst ihr doch einmal ins Gras, verliert ihr alle Gegenstände wieder und müsst sie noch einmal kaufen. Gut, dass an jeder Ecke Unmengen von Rubinen herumliegen, so dass ihr schnell genug Kohle bei euch habt um euch die wichtigsten Sachen zu mieten. Im späteren Verlauf dürft ihr auch die Items für ein grösseres Sümmchen kaufen. Bei den Dungeons ist gewohnt oft nur ein gewisses Item nötig um durchzukommen. Dafür braucht jedes Item wie auch der Gemäldemodus Energie, die sich aber automatisch nach einiger Zeit wieder auflädt.

Einfach nur zauberhaft
Dank dem 3DS erstrahlt das Land so hübsch wie noch nie. Wie bereits bei a Link to the Past seht ihr euren Helden aus der Vogelperspektive und auch recht oldschoolmässig gibt es eine kleine Verzögerung, wenn ihr einen neuen Bereich betretet. Trotz der Einfachheit strotzt die Welt vor Liebe zum Detail. Das coolste Feature ist jedoch wenn ihr in den Gemäldemodus wechselt, wobei die Kamera in die 3D Umgebung umschaltet und ihr somit eine ganz andere Perspektive von der Welt erhält. Die wenigen Sequenzen die es gibt, wurden in toller Spielgrafik umgesetzt und erzählen die Geschichte weiter. Dabei wird serientypisch kein Wort gesagt, dafür gibt es tolle Hintergrundmusik und nette Soundeffekte.

Fazit

Viele werfen Nintendo vor, dass sie eigentlich immer das Gleiche auf den Markt werfen und irgendwie haben sie sogar Recht mit diesen Anschuldigungen. Wenn man aber danach das Ergebnis sieht, muss man sagen, dass sie es einmal mehr richtig gemacht haben. Dies gilt auch für das neueste Zelda Game. Obwohl es auf den ersten Blick nach einem Remake aussieht, erhält es schon nach kurzer Zeit seine eigene Daseinsberechtigung. Schön ist die Grafik, einfach cool die Idee mit den Gemälden und der Charme bietet den Rest. Kurzum, wer auf Zelda steht, wird begeistert sein und wer es noch nie gespielt hat, bekommt hier den besten Einstieg überhaupt.

90%

Zelda pur


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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