Testlabor Zelda-Mayoras Mask

Veröffentlicht am 4. Februar 2015 von Adrian Dermon

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The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D

1998 kam mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time das wohl beste Spiel der 90er Jahre heraus. Nur zwei Jahre später doppelte Nintendo mit dem Nachfolger Majora’s Mask nach. Obwohl es nicht mehr ganz an die Klasse des ersten Teils herankam, war es immer noch ein fantastisches Spiel. Nun erscheint es wie bereits sein Vorgänger auf dem 3DS und wurde grafisch überarbeitet. Doch bleibt es immer noch das Spiel von früher?

Drei Tage bis zum Untergang
Im Gegensatz zu anderen Zelda Teilen erzählt Majora’s Mask die Geschichte nach Ocarina of Time weiter. Unser junger Held Link reitet nach gewonnenen Kampf gegen das Böse auf seinem Pferd aus Hyrule hinaus und sucht ein neues Abenteuer. Plötzlich wird er von einem Jungen mit einer Maske namens Horror Kid überfallen und bestohlen. Ohne Pferd und ohne seiner Ocarina jagt er Horror Kid und holt ihn schliesslich ein. Der Junge mit der Maske besitzt nicht nur zwei Feen, sondern auch magische Kräfte und verwandelt unseren Helden in einen Deku-Jungen. Während unser Held sich noch fragt, was mit ihm geschehen ist, verschwindet das Horror Kid, vergisst aber dabei eine Fee, die nun euch fortan begleitet, um wieder zur anderen Fee zu kommen. Während eurer Suche begegnet ihr einem Maskenhändler, der euch anbietet euch zurück zu verwandeln, wenn ihr ihm die Maske von Horror Kid wieder zurück bringt, denn diese hat er von ihm gestohlen. Jedoch habt ihr nur drei Tage Zeit, da er dann weiter zieht. Ihr versucht nun Horror Kid in der Unruhstadt zu finden, schafft es aber erst am letzten dieser drei Tage. Zu allem Übel müsst ihr feststellen, dass auch noch der Mond mit einem grossen Grinsen gleich auf die Erde prallt und Horror Kid wohl daran Schuld ist. Im letzten Moment bekommt ihr zumindest eure Ocarina wieder und könnt das berühmte Lied aus Ocarina of Time spielen, um die Zeit drei Tage zurück zu drehen. Ihr habt es zwar nicht beim ersten Mal geschafft die Maske zurück zu erobern, aber der Maskenhändler hilft euch trotzdem in eure alte Gestalt zurück.

Obwohl dies bereits für ein ganzes Spiel reicht, beginnt das Spiel erst jetzt richtig. Schafft ihr es Horror Kid aufzuhalten und die grosse Katastrophe abzuwenden?

Ein wenig Zeitdruck
Wie bereits erwähnt, ist eine der grossen Neuerungen, das Spiel mit der Zeit. Ging es im ersten Teil zwischen zwei Zeitebenen hin und her, spielt nun alles innerhalb drei Tagen. Das hört sich nicht nach viel an und das ist es auch nicht, denn eine Stunde im Spiel ist bei uns eine Minute. Somit sind drei Tage in 72 Minuten um und der Mond stürzt herunter. Das Gute ist natürlich, das ihr die Zeit dank eurer Ocarina wieder zurücksetzen könnt. Das Fiese ist jedoch, dass ihr alle verbrauchbaren Gegenstände wie z.B. Bomben, Pfeile, Geld und sogar Schlüssel aus Tempeln, die ihr in den drei Tagen gesammelt habt, verliert, wenn ihr die Zeit zurücksetzt. Um sie nicht zu verlieren, müsst ihr sie auf eine Bank bringen, danach könnt ihr sie wieder abheben. So habt ihr oftmals nur das Nötigste dabei. Nur Spezialgegenstände wie eure Masken und wichtige Items fürs Spiel bleiben euch auch nach der Rückversetzung erhalten. Ein kluges Vorgehen ist deshalb Pflicht.

Ein Grund warum Nintendo auch drei Tage gewählt hat, ist, dass jede Spielfigur in dieser Zeit einen eigenen Tagesablauf besitzt. So trefft ihr bestimmte Figuren nur zu einer bestimmten Zeit an einem Ort an. Diese Abläufe sind sehr wichtig und tragen viel zur Atmosphäre bei. Gut, dass in einem Notizbuch die Tagesabläufe der einzelnen Charakter gespeichert wird . Es gibt vieles zu entdecken und genau da liegt  der Spass in Majora’s Mask.

Grösstes Manko bleibt dafür die Sicherung des Spiels, die wie früher an einigen Punkten im Spiel oder nur wenn ihr die Zeit wieder zurückdreht möglich ist. Ständiges Speichern wie im ersten Teil ist nicht möglich. Der Schwierigkeitsgrad steigt dank diesem Feature zwar, doch im Gegensatz zur Konsolenversion finde ich die Lösung nicht sehr gut. So ist ein kurzes Weiterspielen z.B. im Zug kaum möglich. Um nichts zu verlieren, muss ansonsten der 3DS im Standby-Modus bleiben, bis ihr die Zeit findet, um einen Speicherplatz zu finden.

Der Held hinter der Maske
Bereits am Anfang werdet ihr gleich in einen Deku Jungen verwandelt. Schuld ist eine verfluchte Maske, die nach dem entfluchen euch sehr nützlich ist. Ihr könnt sie nun jederzeit an- und ausziehen um euch, wie es euch beliebt, in einen Dekujungen zu verwandeln. Doch sie ist nur eine von 24 Masken, die ihr im Spiel erhalten könnt. Jede besitzt andere Fähigkeiten, die euch in den Tempel und bei den Rätseln nützlich sind. Denn wieder gibt es vier Tempel, die ihr besuchen müsst, um das Unheil zu verhindern. Oftmals kommt ihr dann erst mit der richtigen Maske weiter, da ihr z.B. mit der Zora Maske auch unter Wasser atmen und somit neue Wege beschreiten könnt. Dazu spielt sich jede Maske anders, da alle verschiedene Angriffe besitzen. Dies bringt nochmals sehr viel Abwechslung in das Spiel. Was aus Ocarina of Time übernommen wurde, ist euer Musikinstrument, die Ocarina. Zwar verwandelt sich diese je nach Maske in ein anderes und manchmal auch lustiges Instrument, ihr erlernt aber auch dieses Mal viele neue Lieder, die euch auf eurem Abenteuer helfen. Die Rätsel und Dungeons sind wieder herausfordernd, aber nie wirklich unfair, wenn ihr euch einige Zeit mit ihnen auseinandersetzt.

Immer noch wunderschön
Manche Spiele sind zwar uralt und doch sehen sie immer noch klasse aus. Zwar hilft Nintendo auch hier wieder mit besseren Texturen und der stärkeren Grafikpower des 3DS gegenüber des N64 nach, dennoch ist es erstaunlich wie schnell man wieder sich in ein Spiel verliebt. Die Charaktere versprühen alle ihren eigenen Charme und dank den Tagesabläufen wirkt das ganze nochmals realistischer. Die Stimmung ist wie früher und um einiges düsterer als im Vorgänger, was wiederum von der tollen Soundkulisse untermalt wird. Majora’s Mask wird einer der ersten Titel sein, der die neuen Features des New Nintendo 3DS unterstützen wird. So ist die Kamera dank dem zusätzlichen zweiten Stick frei drehbar und der 3D-Effekt wurde hervorragend ins Spiel übernommen. Wer den jetzigen 3DS besitzt, kann sich über die 3D Effekte auch freuen und wer dazu noch den optionalen aber kaum verwendeten Zusatzstick für den 3DS seinerzeit gekauft hat, kann die Kamera ebenfalls frei drehen, wie es beim aktuellen Modell der Fall sein wird.

Fazit

Der Vorgänger Ocarina of Time war und ist der Klassiker schlechthin. An diesem kam Majoras Mask zwar schon früher nicht heran, aber auch die zweite Portierung eines N64 Meisterwerks ist Nintendo gelungen. Majoras Mask spielt sich wieder sehr gut und kommt immer noch mit dem typischen Zeitdruck daher. Das wirkt zwar heutzutage altbacken, bringt aber einen höheren Schwierigkeitsgrad mit. Einzig das man nur an bestimmten Punkten speichern kann, stört im Game. Zwar war das beim Original auch schon so, für eine kurze Spielsession im Zug reicht es dann oftmals nicht. Trotzdem darf auch dieser Titel in keiner Spielesammlung fehlen.

90%

Immer noch top


Leserwertung: 4.4

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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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