Testlabor Zelda: Skyward Sword

Veröffentlicht am 5. Dezember 2011 von Cornelia Zogg

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The Legend of Zelda: Skyward Sword

Er ist wieder da. Mein Held aus Kindertagen. Vor einem halben Jahr wurde ich noch mit dem 3DS-Remake zu Ocarina of Time beglückt – nun das. Skyward Sword ist endlich da. Seit der gamescom 2010 sehne ich mich nach dem Moment. Und das nochmalige Auffrischen meines Wissens aus Ocarina of Time hat wunderbar gepasst (als ob ich nicht eh noch alles gewusst hätte…) Jedenfalls erzählt Skyward Sword das Abenteuer davon, wie das Masterschwert in die Zitadelle der Zeit gelangte. Was der Adler unter dem Triforce auf dem Wappen von Hyrule bedeutet. Wie das Portal von Midna aus Twilight Princess in die Wüste von Ranelle gelangte… und so weiter und so fort. Aber beginnen wir doch ganz von vorne.

Zelda ist wieder weg…
Link und Zelda leben in Wolkenhort, einer schwebenden Insel über dem dicken undurchdringlichen Wolkenmeer. Ihr Fortbewegungsmittel sind riesige Vögel – die Wolkenvögel, die sie sicher zu den abgelegenen Inseln und Orten bringen. Jedes Kind des Dorfes erhält so einen Vogel bei Geburt und ein dickes Band verbindet die Beiden dann für ewig. Jedes Jahr findet ein Fest zu ehren der Göttin statt, die einst die Menschheit über die Wolken brachte, um sie vor der dunklen Gefahr unten auf der Erde zu schützen. Doch die Gefahr bleibt nicht unter den Wolken. Bei einem Ausflug des wohl niedlichsten Pärchens der Gamegeschichte – Link und Zelda – wird Zelda von einem Sturm unter das Wolkenmeer gezogen. Link sind die Hände gebunden, er kann ihr durch die Wolken nicht folgen… Zurück im Dorf aber, beginnen seine monatelangen Albträume langsam Sinn zu ergeben. Mitten in der Nacht folgt er einer Stimme, die ihn zum Schwert aller Schwerter führt. Noch nicht mit den Kräften des Masterschwertes ausgestattet – aber trotzdem wichtig bei der Suche nach Zelda.

“Listen”….. NEIN!…
Schon bald offenbart sich der Geist, der im Schwert inne wohnt. Phai, eine Mischung aus Navi und Midna und euer Sidekick auf eurer Reise auf dem Erdboden unterhalb des Wolkenmeeres. Das Geistwesen hat einen analytischen Verstand und hat zu jeder Frage die passende Prozentzahl für euch bereit. Sie gibt euch Tipps und ja, sie ist manchmal eine kleine Navi. Wenn meine Herzanzeige blickt und piept wie ein Parkplatz voller Autos mit Alarm und ihr Gesicht auf dem Controller aufleuchtet, hoffte ich vergeblich auf einen Hinweis, wie ich den fiesen Gegner wohl bezwingen könnte. Nein. Sie erinnert mich daran, dass meine Herzanzeige niedrig sei und ich doch bitte Massnahmen zur Heilung ergreifen soll. DANKE PHAI! Grüsse an Navi!

Oh, was ist das?
Aber: Was diesmal überrascht ist, dass noch nie in einem bisherigen Zelda so viele Neuerungen auf euch niedergeprasselt sind wie in Skyward Sword. Das beginnt mit der Ausdaueranzeige, die ihr beim Kämpfen, Rennen und Klettern stets im Auge behalten müsst. Dann sind da natürlich die altbekannten Waffen aber sicher die Hälfte eures Inventars ist neu. Da will ich euch auch nicht spoilern, aber ihr dürft auf einige neue Items gefasst sein. So fühlte ich mich zwar sofort wohl zurück im Zelda-Universum aber doch wirkte nichts Altbacken oder schmeckte nach Recycling. Auch die Sidequests sind wieder nicht nur witzig und unterhaltsam, sondern voller lustiger Ideen und toller neuer Charaktere. So wird euch auch abgesehen von der Suche nach Zelda nicht langweilig, wenn ihr lieber nebenan noch Insekten sammeln, Vögel sammeln, Hühner jagen, Dankbarkeitskristalle erarbeiten, Musik machen…. Ja einfach wenn ihr mal was anderes machen wollt als Zelda zu suchen. Die Steuerung hält nun endlich, was bei Twilight Princess bereits versprochen wurde. Link ahmt die Bewegungen der Wiimote exakt nach – was auch nötig ist, denn die Gegner verlangen einiges mehr an Zielgenauigkeit und Taktik als beim Herumgefuchtel aus Twilight Princess. Das gibt dem Ganzen noch ein Extraspürchen Action.

Nobody is perfect
Leider leider ist Skyward Sword nicht ohne Tücken. Nach etwas mehr als der Hälfte des Spiels hatte ich einen massiven Durchhänger. Die einzelnen Umgebungen waren mir wirklich und richtiggehend verleidet und ich musste mich wirklich dazu zwingen, weiter zu spielen. Allgemein scheinen mir die Entwickler dieses Mal nicht grossartig innovativ gewesen zu sein, was die verschiedenen Dungeons betrifft. Klar, es ist immer noch schön gemacht und sicherlich meckern auf hohem Niveau. Aber von den Vorgängern sind wir einfach schon ganz anderes gewohnt. Ausserdem hagelt es Wiederholungen – zumindest in den Texten. Wenn ihr eure Flasche im Laden mit rotem Elixier auffüllen wollt, müsst ihr dreimal durch den ganzen Dialog mit der Trankhändlerin. Wenn ihr ein Item wie eine Feder oder einen Käfer aufsammelt, gibt’s jedesmal die Erklärung vom Spiel dazu. Nach dem 20sten roten Rubin wusste ich dann aber langsam aber sicher, dass es toll ist, das ich einen gefunden habe und das er tatsächlich ganze 20 Rubine wert ist!!!

Musik und Grafik
Auch beim Sound muss ich ein Spürchen herummäkeln. Allerdigs wie oben bereits erwähnt auf hohem Niveau. Die Lieder und Soundtracks der einzelnen Umgebungen sind sehr schön und auch die Main Theme fährt wieder gewaltig ein. Aber trotzdem erinnere ich mich an ein ganz anderes Kaliber an eingehenderen Liedern als jene aus Skyward Sword. Sei es die Main Theme von WindWaker auf dem Schiff oder aber die einzelnen Songs aus Ocarina of Time oder aber auch die ganz alten Melodien der NES Versionen. Grafisch ist natürlich zu sagen, dass es nach wie vor ein Wii-Titel ist. Die Entwickler haben das aber sehr schön gelöst. Es wirkt tatsächlich wie ein Gemälde, vor allem wenn ihr in die Weite hinaus seht. Die Gesichter und Figuren sind wunderschön animiert und lassen The Legend of Zelda wirklich zum Leben erwachen.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Link ist zurück. In seinem zweiten Abenteuer auf der Wii kann der grünbemützte Held wieder überzeugen. Die Steuerung mit Wiimote Plus funktioniert einwandfrei, die Story ist abwechslungsreich und neue Items und kleine Änderungen am Gameplay sorgen dafür, dass euch nicht langweilig wird. Leider haben die Entwickler diesesmal nicht mehr so viel Ideen in verschiedene Locations gesteckt, was sich bei mir in einem kleinen Durchhänger nach der Hälfte des Spiels bemerkbar gemacht hat. Soundtechnisch ist zwar alles gut gelungen, aber da gab es in den Vorgängern doch eingängigere Melodien zu hören. Aber das alles ist Meckern auf hohem Niveau. Zelda, Skyward Sword ist ein wunderschön gemachter Titel für die Wii, der sicherlich in jede Sammlung gehört!

4.4

Ausgezeichnet


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Über den Autor

Hardcore-Zockerin und Sony/Nintendo Fangirl der ersten Stunde. Vorwiegend anzutreffen beim Zocken von RPGs und allem, was aus dem Reich der aufgehenden Sonne kommt. Gamerin seit 20 Jahren – Teil des GameCity Teams seit 3 Jahren. Häufigster Spruch: „Shit! Inventar voll…“



0 Antworten zu The Legend of Zelda: Skyward Sword

  1. Danny sagt:

    Bei mir ist die grafik viel schlechter

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