Testlabor Tom Clancy’s Ghost Recon Future Soldier

Veröffentlicht am 6. Juni 2012 von Federico Gagliano

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Tom Clancy’s Ghost Recon: Future Soldier

Fünf Jahre lang schlief Tom Clancy’s Ghost Recon-Reihe. Nun sind die Geister wieder erwacht – in der Zukunft. Macht das Schleichen auch mit futuristischer Ausstattung Spass?

Tom Clancys Krieg
Der Autor hat wieder mal nur ein Thema: Bomben werden geschmuggelt, Terrorzellen planen Böses und nur euer die Team kann die Freiheit erhalten – Leider erreicht das Spiel wie so oft nicht die Spannung, die man aus den Büchern kennt. Dies ist aber auch nicht nötig: Die Kampagne bietet viel Abwechslung durch unterschiedliche Missionsziele rund um den Globus, die auch ohne tiefere Gründe fesseln.

Euer Team besteht dabei aus vier Spezialisten, die mit reichlich Hightech-Gagdets ausgestattet sind. Drohnen geben euch den Überblick, Roboter verstärken eure Feuerkraft und adaptive Tarnung macht euch zu leisen Killern. Teamwork ist das A und O – jedoch nur mit Freunden. Future Soldier hat nämlich ein ganz besonderes Problem: Die K.I. ist zu intelligent! Feinde können nämlich mittels Drohne markiert und zum Abschuss freigegeben werden – eine Aufgabe, die eure computergesteuerten Gefährten stets problemlos erledigen. Menschliche Spieler verhalten sich da anders – dies macht jedoch das Spiel erst herausfordernd und damit auch um einiges unterhaltsamer. Wer kann, sollte deshalb lieber mit ein paar Freunden zocken.

Natürlich sind die späteren Missionen nicht mehr so einfach, schliesslich fallen Leichen ja irgendwann auf. Im Kampf bewegt ihr euch von Deckung zu Deckung, was völlig flüssig gelingt – grosses Lob an die Steuerung. Für Nebenziele und Challenges gibt es nebenbei schier endlose Waffenteile, die euch euer Gewehr bis auf die kleinsten Teile personalisieren lassen – was online nützlicher als offline ist.

Mord ist ihr Hobby
Online habt ihr zwei Optionen: Menschliche oder virtuelle Feinde töten. Natürlich mit etwas mehr Tiefe: Der Versus-Modus stellt zwei Teams gegeneinander, welche Ziele vor Ablauf der Zeit erreichen müssen. Drei Klassen stehen euch zur Verfügung, sowie eine grosse Anzahl an Waffen, die ihr genauso wie in der Einzelspielerkampagne selbst zusammenstellen könnt. Im Guerilla-Modus müsst ihr hingegen gegen endlose Wellen von Gegnern ausharren. Auch hier macht das Ganze mit Freunden mehr Spass als mit willkürlichen Spielern, jedoch soll das nicht heissen, dass einsame Leute ihr Geld bereuen werden.

Die Zukunft war gestern
Future Soldier zeigt zwar die Zukunft, die Engine stammt aber leider aus der Vergangenheit. Klobige Charaktermodelle und fade Texturen trüben leider ein ansonsten sehr atmosphärisches Spiel. Dabei wären die Gagdets und Anzeigen recht gelungen. Das Spiel setzt nämlich nicht komplett auf futuristische Settings, sondern mischt reale Krisenherde mit topmodernen Elementen. Das erklärt auch den Mix aus modernen und tribalen Klängen im Soundtrack.

 

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Ghost Recon: Future Soldier ist für Einzelkämpfer wohl nur ein solides Spiel – für Teamspieler hingegen eine Goldgrube. Spannende Missionen testen euer Geschick, während Challenges und Bewertungen zum wiederholten spielen einladen. Das Ganze wird von einem umfangreichen Multiplayer-Teil abgerundet. Von den technischen Schwächen abgesehen ist Ghost Recon mit voller Wucht zurück.

3.9

Sehr gut


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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