Testlabor The Division

Veröffentlicht am 8. Mai 2016 von Corina Ulmann

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Tom Clancy’s: The Division

Ein Virus verbreitet sich und verwandelt einmal nicht alle Menschen, die mit diesem in Berührung kommen, in Zombies. Die Grippeepidemie löst vielmehr die üblichen Beschwerden aus und leider erliegen viel zu viele Menschen an derer. Die Ärzte sind machtlos und Chaos bricht aus. Die Leute fangen an, sich gegenseitig das Leben zu nehmen einfach um zu überleben. Als der Notstand in New York ausgerufen wird kann nur noch eine Gruppe von Elitesoldaten, die Divisions, Einhalt gebieten und du schlüpfst in die Rolle deines Charakters.

Die Charakterauswahl hält sich sehr spärlich für ein online Rollenspiel. Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Charaktermöglichkeiten sind eher enttäuschend. Wenigstens kann während dem Spiel unterschiedliche Klamotten gesammelt werden, was die Individualität etwas erhöht. Sobald auch Narben, Tattoo und Piercing gewählt wird, beginnt das Spiel mit einer kleinen Einführung in Brooklyn.

Schnell ist die Hauptstory klar und es gilt New York so wieder auf die Beine zu helfen, dass die Bevölkerung wieder sicher ist und dem Virus etwas mehr auf den Grund zu kommen. Natürlich gibt es auch die Gegenpartei die einem das Leben schwer macht und Lebensmittel und Arznei für sich beanspruchen möchten. Diese gilt es in den Missionen und auf den Strassen aufzuhalten.

New York ist in unterschiedlichen Abschnitten aufgeteilt. Je nach Spielerlevel ist es ratsam, den einen oder anderen Ort noch etwas zu meiden, bis die empfohlene Stufe erreicht ist. Wer jedoch mit dem Level viel zu hoch für einen Bereich ist, muss sich aber darauf einstellen, dass sich die Gegner dem eigenen Level anpassen. Somit sind dann selbst mit einem Spielerlevel von 20 die Gegner in einem Lv. 5 Areal zum Beispiel bereits Lv. 15 und somit wesentlich stärker.

Das eigene Level spielt aber nicht nur eine Rolle. Die Gegnerlevel werden immer an der Gruppe angepasst. Wird als Host im Spiel des Level-Schwächsten gespielt und die Teamkollegen haben allesamt ein grösseres Level, kann es schnell passieren, dass der Durchschnitt viel höher als das eigene Level ist. Somit ist der Koopmodus, um einem Freund zu helfen, eher ein Hindernis und ärgerlich für den Level schwächsten. Dieser hat dann nur die Möglichkeit in Deckung zu gehen und darauf zu achten, dass er nicht von einem Schuss getroffen wird. Sonst ist er sehr schnell mause.

Was interessant beginnt endet leider doch eher enttäuschend. Die Story-Missionen bauen sich immer demselben Schema auf und wirklich eine Story ist es schlussendlich auch nicht. Dass nicht gleich alle Missionen an einem Nachmittag gespielt werden können, liegt an dem eigentlichen Level Hindernis. Durch die Hauptmission erhält der Spieler, ob alleine oder in der Gruppe spielt dabei keine Rolle, viel zu wenig Erfahrungspunkte um mit dem Level Vorschlag mitzuhalten. Somit müssen massenweise Nebenmissionen bestritten werden. Die sind aber noch weniger Abwechslungsreich wie die Story Missionen. Entweder muss ein Objekt von Gegner beschützt werden oder der Spieler muss zu einem Objekt gelangen, welches von Gegner bewacht wird. Ist auch die hinterletzte Nebenmission erledigt, die eigene Basis aufgebaut und somit alle Fertigkeiten freigespielt bleibt einem nur noch eines übrig. Die DarkZone.

In der DarkZone gilt es jeder gegen jeder. Entweder man geht und killt andere Agenten oder schafft seine Punkte durch die in Game Gegner an. So oder so gilt es einfach zu überleben. Wer dies hinkriegt und Punkte sammelt kann sich ein paar nette Waffen besorgen, welche im normalen Areal von New York eher nicht zu finden sind. Empfohlen ist die DarkZone aber erst nach dem Erreichen des höchsten Levels. Wer unter Lv. 30 hinein geht, hat eigentlich keine Chance zu überleben.

Das Waffenarsenal könnte man meinen, ist nahezu unendlich. Eigentlich bleibt der Typ aber eher gleich nur die Stärke ändert sich. Dennoch gibt es massenweise Waffen zu finden und im Laufe des Spiels werden auch Baupläne für weitere gefunden, welche dann selber mit zerlegten und gefundenen Teile gebaut werden können.

Warum aber der Test etwas später online kam ist, das grosse Problem mit dem Server. In der ersten Woche war es für mich leider unspielbar. Kaum betrat ich das Spiel dauerte es nicht lange, bis ich immer und immer wieder denselben Delta-Fehler auf dem Bildschirm hatte. Was sich dann auf den Level Unterschied zwischen meinen Freunden und mir auswirkte. Die zweite Woche verlief dann doch etwas besser. Nachdem Ubisoft dann auch endlich die Serverkapazität im Griff hatte, konnte das Spiel auch endlich anständig gespielt werden. Doch selbst drei Wochen nach dem Release haben sie es wohl immer noch nicht ganz im Griff, da mich der Fehler noch heute ab und zu aufsucht. Das enttäuscht doch extrem.

Wer ein schönes Spiel sucht, hat es definitiv mit The Division gefunden. New York sah wohl, den Umständen entsprechend, noch nie so schön detailliert aus. Grafisch kann am Spiel nicht viel gemotzt werden. Ab und zu ein Fehler oder Bug ist sicher immer zu finden, aber dies gehört ja wohl zu jedem Spiel dazu. Auch die ganze Atmosphäre ist herrlich. Was aber wohl in die Grafik gesteckt wurde, fehlt dem Spiel aber eindeutig an Umfang. Aber wie wir es uns ja gewohnt sind, werden die kostenpflichtigen DLC’s nicht lange auf sich warten und die Spieler werden fleissig ausgequetscht.

Fazit

Mit Tom Clancy’s The Division hat Ubisoft sein neusten Open New York Online Shooter veröffentlicht. Eigentlich ist zwar New York schon etwas übertrieben, denn wirklich weiter als Manhattan / bis zum Central Park kommt der Spieler nicht. Aber dies soll dann irgendwann ein DLC beheben. Eigentlich macht das Spiel auch wirklich spass doch mir fehlt es eindeutig an Umfang oder Abwechslung. Hätte mir in der ersten Woche die Server nicht so Probleme bereitet wäre ich wohl bereits nach dem ersten Wochenende mit dem Spiel mehr oder weniger fertig gewesen. Vor allem die Hauptstory enttäuschte da doch etwas. Sicher mit allen Fundgegenständen und Nebenmissionen gibt es was zu tun und der Spieler erhält mehr Informationen über die Geschichte doch möchte ich solches lieber spielen anstatt lesen / hören. Doch für so viel Geld hätte ich etwas mehr erwartet. Die DarkZone macht zwar Spass und lässt auch nach der Story noch etwas Motivation übrig zum weiter spielen. Grafisch wiederum ist das Spiel aber eine Bombe. Für gute CHF 70.- erhält der Spieler, wie momentan leider üblich, ein halbfertiges Spiel. Kostenpflichtige wie aber auch Kostenlose DLC sollten im Laufe des Jahrs folgen.

75%

zu hohe Erwartungen


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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