Testlabor Toy Story 3

Veröffentlicht am 14. Juli 2010 von Federico Gagliano

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Toy Story 3

Woody, Buzz und all ihre Freunde kehren zum dritten und letzten Mal in die Kinos zurück. Das dazugehörige Spiel lässt euch selber in die Spielkiste greifen, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Werd erwachsen!

Andy ist inzwischen zu alt um noch mit seinen alten Spielsachen zu spielen. Doch wohin damit? Und was, wenn die Spielzeuge nicht von Andy getrennt sein wollen? Im dritten und letzten Kapitel von Pixar’s Meisterwerk erfahrt ihr in wessen Hände Woody & Co. letztendlich enden werden. Doch statt sich nur auf die Handlung des Films zu beschränken, haben die Entwickler ihrer kindlichen Fantasie freien Lauf gelassen. Das Resultat ist der Toy Box Modus, welcher fast vergessen lässt, das da eigentlich noch ein Hauptspiel wartet.

Kleine Story

Der Story-Modus besteht hauptsächlich aus simplen Jump’N’Run Levels, die lose mit dem Film zusammenhängen. Die Handlung wird nur grob erzählt, aber das steigert eigentlich nur die Lust auf den Film. Auf einem Spielbrett wählt ihr die Levels, in denen ihr in den Rollen von Woody, Buzz und Jessie schlüpft. Dabei geht es nicht nur darum, als kleine Spielzeuge in der grossen Menschenwelt zu überleben. In manchen Levels erlebt ihr, wie die Fantasie der Kinder beim Spielen zum Leben erweckt wird.

Kinderspiel

Ab und zu steuert ihr nur einen Helden, meistens müsst ihr aber die Stärken aller 3 Charaktere nutzen um vorwärts zu kommen. Hier steht dann auch eine Koop-Funktion zur Verfügung. Abwechslung wird dank kleinen Mini-Spielen, Third Person Shooter und Schleich-Elementen geboten. Doch da Kinder das Zielpublikum sind, ist der Schwierigkeitsgrad entsprechend tief und steigt nur gegen Ende an. Auch die Spielzeit ist relativ kurz, alle Levels beinhalten aber immerhin Sammelobjekte und können über die Mini-Map wiederholt werden.

Grosse Toy Box

Die kurze Spielzeit wird vom Toy Box Modus wettgemacht. Hier wählt ihr einen der 3 Helden, der dann als Sheriff einer Spielzeugstadt für Recht und Ordnung sorgen muss. Dazu helft ihr den Dorfbewohnern und vergrössert die Stadt. Die Bewohner verlangen dabei alles Mögliche von euch, mal müsst die Stadt umdekorieren, mal ein paar Fotos schiessen, mal Banditen verhaften. Dafür bekommt ihr Geld, welches ihr in neue Gebäude oder Bewohner investiert. Nebenbei baut ihr die Stadt aus und öffnet so neue Gebiete, die weitere Quests und Geheimnisse hegen.

Science Fiction Western?

Was als Abenteuer im wilden Westen startet, verwandelt sich durch die Öffnung der anderen 4 Gebiete in völlig neue Settings. Science Fiction, Fantasy und Horror sind vertreten. Je weiter ihr vordringt, desto mehr verschmelzen Elemente der Welten. Doch Gefahren verbreiten sich gleichzeitig in der Stadt. Aliens, Banditen und Geister bedrohen das ruhige Leben der Bewohner. Für jeden Gegner besitzt ihr geeignete Waffen um diese zu neutralisieren. Auch im Gepäck befinden sich eine Kamera, eine Spitzhacke um Gold zu schürfen und Spielzeug-Autos, um schneller zu reisen.

Überraschungsei

Neben den Quests bietet die Toy Box Rennen und Goldsterne, die ihr für bestimmte Aktionen bekommt. Was auch noch eine wichtige Rolle spielt, ist das Gestalten eurer Stadt. Jedes Gebäude und sogar jeder einzelne Stadtbewohner kann individuell nach euren Wünschen verändert werden. Dazu findet ihr überall in der Welt kleine Überraschungseier mit neuen Objekten. Die schiere Anzahl an Möglichkeiten scheint endlos zu sein. Unter anderem verstecken sich darunter auch Objekte aus anderen Pixar-Filmen, ein ganz netter Touch.

Filmreif

Pixar gehört wohl zu den besten, was Animationsfilme anbelangt. Das Spiel liegt aber ein bisschen unter ihrem Standard. Die Vielfalt an Settings gibt dem Auge genug Abwechslung, doch manche Levels sehen besser aus als andere. Auch die Figuren scheinen nicht alle gleich viel Liebe bekommen zu haben. Dies würde kaum auffallen, wenn nicht manche Objekte während des Spielens geladen werden würden. Der Soundtrack stammt dafür direkt vom Film und passt wunderbar zur bunten Spielzeugwelt und auch die Synchronstimmen leisten gute Arbeit.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Toy Story 3 zeigt, dass Filmumsetzungen nicht nur strikt die Handlung wiedergeben müssen. Der Toy Box Modus ist nicht nur ein originelles Konzept, sondern kann stundenlang fesseln. Die riesige Anzahl an Möglichkeiten überrascht immer wieder mit neuen Ideen. Die Kampagne ist zwar dafür etwas dünn, bietet dennoch ein paar Stunden abwechslungsreichen Spass mit Woody und seinen Freunden. Eine Kiste, die es sich zu öffnen lohnt!

3.6


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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