Testlabor Trials Fusion

Veröffentlicht am 10. Mai 2014 von Corina Ulmann

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Trials Fusion

Trials begann als kleiner, aber doch sehr starken 2.5 D Arcadetitel und verschaffte sich innert kürzester Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad. Trials Evolution, der letzte Arcade-Titel, erschien 2012 für die Xbox 360 und später auch für den PC. Wer den Titel nicht kennt, hat definitiv was in der Gaming-Welt verpasst und sollte dies schnellstmöglich nachholen. Zum Glück erschien nun Trials Fusion und das erste Mal kommen auch die PlayStation-Besitzer in den Genuss des Spiels.

Trials ist so gesehen ein sehr simples Game. Es geht darum, mit einem Cross-Motorrad oder einem Quad so schnell wie möglich vom Anfang der Strecke bis zum Ziel zu gelangen. Dabei gilt es Crashs so gut wie möglich zu vermeiden. Dies klingt zwar überaus einfach, sollte jedoch nicht unterschätzt werden, da es die Strecken richtig in sich haben. Viel muss der Spieler dabei allerdings nicht tun. Der Controller dient zum Gas geben und Bremsen, sowie das Gewicht des Fahrers nach vorne und nach hinten zu verlagern, damit das Bike seine Balance behält. Wird dies richtig miteinander kombiniert, sollten die Strecken kein Problem darstellen. Doch mit den späteren Level steigt auch der Schwierigkeitsgrad und dann ist nicht nur die richtige Balance, sondern auch das richtige Handling mit Gas- und Bremspedal gefragt. Hinter Trials verbirgt sich eine überaus gute Physik-Engine, das doch ein Funken an Realität ins Spiel zurückholt. Wer in Physik gut aufgepasst hat, hat definitiv den einen oder anderen Vorteil.

Eine Story ist in Trials Fusion schlicht und einfach nicht vorhanden. Warum auch eine Story in ein funktionierendes Spiel einbauen, die dann eh wieder nur am Rande verfolgt wird oder schlicht und einfach so plump ist, dass es nur negative Kommentare hagelt? Nein, in Trials wird niemand gerächt oder gar an einem Möchtegern-Rennen teilgenommen. In Trials wird gefahren und gefallen.

Die „Karriere“ dient vor allem, auch Neulinge in die Welt von Trials zu holen. Mit einer kurzen Erklärung werden einem die wichtigsten Grundlagen des Spiels nach und nach beigebracht und je mehr Medaillen eingesackt werden, desto mehr Strecken schalten sich frei. Kenner und Könner von Trials werden zu Beginn sicher mit Leichtigkeit durch die Rampen fetzen, doch es warten noch zahlreiche Herausforderungen auf sie.

Apropos Herausforderungen. Auf jeder Strecke gilt es neben der Goldmedaille drei zusätzliche Herausforderungen zu meistern. Einzelne können aber nicht gleich zu Beginn erfüllt werden, da entweder das falsche Bike vorhanden ist oder ihr noch nicht alle Fertigkeiten erlernt habt. Dank den Herausforderungen werden selbst leichte Strecken kniffliger und der Fahrspass bleibt länger erhalten.

Neben dem Multiplayer, bei dem bis zu vier Spieler gleichzeitig über die Strecke rasen können, gibt es natürlich auch den altbekannten Streckeneditor. Dank diesem können sich nicht nur kreative Köpfe voll und ganz ausleben, auch diejenigen, die sich mit dem Editor nicht anfreunden können, haben so die Möglichkeit auch nach dem erfolgreichen Absolvieren der Karriere sich weiterhin mit Trials zu beschäftigen und die Strecken der Community zu testen.

Der wohl grösste Ärger hat der Spieler mit den Ladezeiten. Das ewige Hochladen der Bestzeit und das aktualisieren der Freundesliste dauert für meinen Geschmack etwas zu lange und kann nach einem Rennen nicht übersprungen werden. Selbst für das Anzeigen der verfügbaren Bikes vor einem Rennen dauert ewig und wird wohl dadurch von den meisten übersprungen, da immerhin der Name des Bikes aufgeführt wird.

Die nächste Generation der Konsolen sorgt dafür, das Trials Fusion mit einer genialen 2.5 D Grafik und wunderbaren Settings auf dem Bildschirm flackert. Nicht nur die Hintergründe sehen sehr schön aus, auch die Details der Fahrer und Bike sind was fürs Auge. Leider kommt Trials Fusion nicht auf allen Konsolen gleich daher. Während sich die PS4-Besitzer über eine 1080p-Grafik freuen dürfen, müssen sich die Xbox One-Besitzer mit 900p zufrieden geben, was aber am eigentlichen Fahrspass nichts ändert. Auch auf der Xbox 360 büsst die Grafik etwas ein. Matschige Texturen müssen da in Kauf genommen werden. Doch Trials wird ja nicht der Grafik wegen gespielt.

Trials Frontier – Das Trials für unterwegs
Neu kann nicht nur auf den Konsolen Trials gezockt werden, sondern auch auf dem iPhone oder Android Smartphone. Mit Trials Frontier erschien der erste Ableger auch für unterwegs und das sogar kostenlos. Natürlich verbirgt sich hinter solch einem gratis Titel inApp Käufe, die aber nicht zwingen gebraucht werden, um ausgiebig spielen zu können. Abgesehen vom komplett anderen Setting und Aufbau ist Trials Fronier aber ein eigenständiger Trials Titel. Drei Strecken sind sogar identisch und können via UPlay mit Trials Fusion verglichen werden. Trials Fans sollten sich die App sicher einmal anschauen – es lohnt sich.

 

Fazit

Mit Trials Fusion kommen die Fans wieder richtig auf ihre Kosten. Zwar ist der Titel etwas teurer als seine Vorgänger, beinhaltet meiner Meinung nach aber wesentlich mehr Inhalte. Daher sollte Trials Fusion keineswegs unterschätzt werden. Der Schwierigkeitsgrad nimmt nach dem mittleren Schwierigkeitsgrad rapid zu und könnte ab diesem Zeitpunkt etwas auf die Motivation drücken. Auf der Xbox One und der PS4 sieht das Spiel einfach affenstark aus. Laut Ubisoft sollen sogar noch weitere Strecken mit DLC folgen, damit der Fahrspass noch länger anhält.

95%

Spektakulär


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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