Testlabor Ultimate Marver vs Capcom 3

Veröffentlicht am 20. Februar 2012 von William Eichele

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Ultimate Marvel vs. Capcom 3

Die ultimative Markenmischung geht in die dritte Runde, Marvel trifft auf Capcom, Spidey auf Phoenix Wright, Iron man auf Viewtiful Joe, doch wie und wieso? Nun das wird im Intro “ausführlich” erklärt. In der, vom Genre her sowieso schon bekannten Fadenscheinigen Beat’em Up Story schmieden die Bösewichte aus dem Marvel Universum zusammen mit denen auf Capcoms Schurkenliga einen gemeinsamen bösen Plan. Wie der aussieht? Nunja wissen Sie selbst nicht genau und irgendwie verschmelzen sich die Welten und ein Gott steht noch über allem…. Klingt verwirrend, ist aber so! Um den lieben Herrn Lustich zu zitieren.

Nun dass Spiele im Prügelgenre nicht immer vor genialer Story triefen, ist klar, so geht es doch eh nur um sich gegenseitig die Fäuste, Füsse und Spezialangriffe um die Ohren zu hauen. Doch will ich hier das Genre nicht als grauer, immer gleich wärender Brei betiteln. So hat doch jede Serie seine Eigenheiten. Soul Calibur hat Waffen, Street Fighter ein kombolastiges Kampfsystem mit den wohl berühmtesten Attacken und Ultimate Marvel vs. Capcom hat seine Dreier-Teamformation.  So wählt ihr unter unzähligen Charakteren, wie Chris Redfield, Hulk, Amaterasu, Spider-man, Phoenix Wright oder  noch ca. 40 mehr eure drei Kämpfer aus. Das Spezielle am Kampfsystem dabei ist, dass während jeder Zeit zwischen diesen Kämpfern gewechselt werden kann bzw. mit Ihnen verheerende Kombos ausgeführt. Ist ein Charakter zum Beispiel fast am Ende, stellt man ihn mit einem Knopfdruck nach hinten zurück. Nicht nur hat der eingewechselte dank Lebenspunktevorteil bessere Chancen zum Sieg, der nach hinten Gestellte wird auch regeneriert. Mit diesem kleinen, aber sehr entscheidenden Feature können sich Kämpfe schon mal sehr lange und spannend hinziehen. Sind die Streiter der Gerechtigkeit bzw. des Bösen gewählt, kann wahlweise einer der Modis  Touch, Arcade, Online, Training oder Missionen gewählt werden.

Let’s get ready to rumble!

Da die Modis Arcade, Training und Online ziemlich genau dem entsprechend was sie titulieren und weil der Onlinemodus zur Zeit noch nicht funktioniert, gehe ich nur auf Touch & Missionen ein. Der Touchmodus ist sozusagen die faule Variante des normalen Arcade. In normalen Stages kämpft ihr euch von Gruppe zu Gruppe. Der Unterschied liegt lediglich in der Bedienung. Wird so normal eine Vielfalt einzuprägender Kombos an richtiger Ort und Stelle für den Sieg gebraucht, reicht es hier in Richtung des Gegner zu tippen. Mit dem oberen Touchscreen wohlgemerkt. Die Kämpfe die daraus entstehen sind…. sonderbar. Sind die die Kämpfe zu Anfangs beschi**en einfach, werden Sie später zu schwer. Was will man denn auch machen wenn der Hulk mit einer vernichtenden Kette von Kombos euch von einer Bildschirmseite zur anderen schlägt und euer einziges Gegenmittel ein *touch* auf den Bildschirm ist? Nun ja sonderbar ist dieser Modus…wie gesagt.

So kommen wir zu den, dem Namen nach, vielversprechenden Missionen. Diese sind leider auch um einiges weniger Spektakulär wie der Name innerhalb eines Beat’em Ups vermuten lässt. Diese gestalten sich leider als ledigliche Zugabe zum Trainingsmodus und soll dem Charakterspezifischen Training dienen. Zielvorgabe Numero uno, “Teile mit einem Webshot (Spider-man als gewählten Charakter vorrausgesetzt) Schaden aus”. Naja.Optisch macht das Spiel schon mehr her. Schön designte, lebendige Hintergründe, welche vor Animationen nur so strotzen, weichen fetzigen Specialeffekts und coole Teammoves. Dazu der Soundtrack aus den Spielen der Haudegen selbst und die Vielzahl an verschiedenen Stages.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Mit Marvel vs. Capcom's dritter Runde kommt für die Playstation Vita ein solider, wenn auch eher für Fans der Marken Capcom oder Marvel ausgelegtes Beat'em Up Spiel. Das Konzept der Teamkämpfe geht flott von statten und die Moves gehen geschmeidig in einander über. Die neuen Features der Vita werden zwar kaum, bis auf den vorderen Touchscreen in Touch genutzt, dies ist aber meines Erachtens überhaupt nicht nötig. Touch bietet aber dennoch einen kleinen, vielleicht nicht ganz ernst gemeinten Einblick in ein Touch'em Up ist aber nicht der Rede wert. Das Kampfsystem ist nicht allzu schwierig, kann aber auf höherem Schwierigkeitsgrad ziemlich knackig werden. So wie es sich halt für ein Prügler gehört. Mit der Onlinefähigkeit, der schönen Optik und dem guten Soundtrack ist für den Release aber ein ordentliches Beat'em Up mit mehr als nur handvoll Charakteren, abgedrehten Moves uns cool inszenierten Teammoves gesorgt.

4

Sehr gut


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Über den Autor

Hat mit 6 Jahren seine erste Konsole vom grossen Bruder geschenkt bekommen womit sein Schicksal besiegelt wurde. Mag ausser Sportspielen eigentlich alles unter der Sonne, solang es einen packt. Am liebsten aber nicht all zu rohe Rollenspielkost sowie Action-Adventures und definitiv Halo. Hasst auf Touchscreen emulierte Joysticks/Tasten und schwört auf den Controller...bis jetzt.



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