Testlabor Until Dawn

Veröffentlicht am 1. Oktober 2015 von Corina Ulmann

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Until Dawn

Acht Freunde erleben die schlimmste Nacht ihres Leben und nur du alleine kannst steuern, wer überleben soll. Wenn denn einer überlebt!

Zu Beginn des Spiels werden einmal alle Klischees für einen üblichen Horrorfilm erfüllt. Acht Freunde treffen sich für ein cooles Wochenende in einer einsamen Hütte, welche sich auf einem Berg befindet. Die Hütte ist natürlich nur über eine Seilbahn erreichbar. Was das Entkommen etwas verkompliziert. Zu guter Letzt wird es natürlich auch noch Nacht und nur das Licht des Mondes beleuchtet die Umgebung.

Wie in einem üblichen Film werden die Protagonisten einzeln vorgestellt. Wer mit wem was hatte und wer eigentlich zusammen gehört. Bereits im Vorspann wird einem bewusst, dass es sicher zwischen einzelnen Charakteren zu Spannungen kommen wird. Gemütlich führt das Spiel uns zu der Hütte und alle richten sich ein. Dann geht das Spektakel auch schon los…

Until Dawn ist ein interaktives Horrorspiel. Der Spieler entscheidet so zusagen, wie der „Film“ ablaufen soll. Jeder Entscheid hat seine Konsequenten und kann nicht widerrufen werden. Wer mal schnell denkt, ja dann lade ich ein Speicherpunkt erneut, der wird an dieser Stelle enttäuscht. Das Spiel bietet einem genau zwei Möglichkeiten. Weiterspielen oder von vorne beginnen. Man(n) muss mit dem Entscheid leben.

Ganz so dramatisch ist es jedoch nicht. Sobald das Spiel ein zweites Mal gespielt wird, fällt einem auf, dass gewisse Szenen bereits entschieden sind und nicht anders ablaufen können. Der Spieler wird so gesehen getäuscht. Dies hat aber beim ersten Spielgang keine weiteren Bedeutungen und über Leben oder Tod wird schlussendlich bei jedem Charakter einzel entschieden.

Ein grosser Minuspunkt gibt es für die sehr träge Steuerung. Der Charakter kommt fast nicht in die Gänge und holt den Puls dann immer wieder in den einzelnen Steuersequenzen wieder etwas runter. Sonst spielt sich das Spiel so gesehen von alleine. Mit Quicktime-Events werden gewisse Passagen gemeistert. Doch Vorsicht! Selbst diese können über Leben oder Tod eines Charakters entscheiden. Nicht immer ist es im Spiel von Vorteil, wenn man etwas drückt.

Wer eine PSCam sein eigen nennen kann, kann sich über Schockaufnahmen freuen. Bei jeder Sequenz, welcher ein Schocker vorprogrammiert ist, schaltet sich die Cam still und heimlich ein und filmt das Sofageschehen. Die Videos können anschliessend im Menü begutachtet werden. Eine Nette Idee, wenn sich die Cam nicht mit ihrem roten Licht verraten würde. Sobald dieses angehen, wird aufgenommen und man kann sich auf einen Schocker vorbereiten. Der Spieler selber hat jedoch wenig Zeit, sich auch noch darauf zu konzentrieren.

Grafisch sieht das Spiel einfach genial aus. Sicher hält sich das Spiel mit gerade einer Hand von unterschiedliche Settings etwas klein, dennoch ist weniger oft etwas mehr. Until Dawn reiht sich zu Spielen wie Heavy Rain und Beyond: Two Souls ein. Dabei ist letzteres dem Spielgeschehen am ähnlichsten. Auch die Atmosphäre erfüllt alles für einen gelungenen Horrorfilm/Spiel.

 

Fazit

Until Dawn bietet das, was ich damals von The Evil Within erwartet habe. Ein gelungenes Horrorspiel mit dem nötigen Twist und den richtigen Schockmomente. Ausser der etwas trägen Steuerung kann auch nicht wirklich viel bemängelt werden. Schlussendlich ist aber vor allem der Spielablauf und die Mechanik Geschmacksache. Until Dawn reiht sich bei Heavy Rain und Beyond: Two Souls ein. Until Dawn ist eines meiner Highlights dieses Jahr. Ich würde mich über weiter Spiele mit der selben Spielmechanik wünschen. Ein nette Abwechslung zwischen den ganzen Shoters, Adventure und Renntitel.

90%

Horror Hit


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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