Testlabor Williams Pinball Classics

Veröffentlicht am 10. Januar 2011 von Michel Blind

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Williams Pinball Classics

Die Flipper-Geschichte
Die guten alten Flipperkästen gab es schon zu Zeiten unserer Grosseltern. Als einer der Ersten stellte das amerikanische Unternehmen Williams Electronic Games Flipperspiele her, die heute noch zu den bekanntesten und beliebtesten ihrer Art zählen. Geprägt von Hoch und Tiefs wurde die Herstellung schlussendlich im Jahr 2000 eingestellt. Das Interesse an traditionellen Flippern schien nicht mehr gross genug zu sein, um damit Profit machen zu können. Einen guten Grund also, die clevere Spielmechanik in den Videogames wiederbeleben zu lassen und das mit den originalen Flippertischen wie in guten alten Zeiten.

Tretet ein…
Kurz nachdem die Disc in das PSP-Laufwerk gelegt wurde, betretet ihr die virtuelle Spielhalle, in der die bekanntesten und mittlerweile auch streng limitierten Williams Tische stehen. Während Flipper-Fans vielleicht schon Tränen in den Augen haben, sind Andere da schon skeptischer. Pinball-Spiele als Videogames sind gewiss nichts Neues und doch hofft man, wieder von der gleichen Sucht gepackt zu werden. Insgesamt zehn verschiedene Tische bietet das Spiel, acht im Erdgeschoss und zwei weitere einen Stock höher. Nur ein Automat ist gesperrt und muss freigeschaltet werden. Die Tische lassen sich mit den Bewegungstasten auswählen, dabei steht ihr jeweils in der Ego-Perspektive davor. Wer gehofft hat die Spielhalle frei erkunden zu können, muss enttäuscht werden. Freies Umherlaufen ist nämlich nicht möglich. Um ein Spiel überhaupt starten zu können, benötigt es natürlich Credits. Zu Beginn habt ihr eine Anzahl an Startcredits zur Verfügung und nach erfolgreichem Erfüllen der Missionen kommen mehr hinzu.
Williams hat natürlich mehr als diese zehn Tische herausgebracht, daher hätten es gewiss mehr sein dürfen. Trotzdem sei gesagt, dass jeder Automat einzigartig ist und nicht mit den anderen verglichen werden kann.

Folgende Williams-Flipper sind im Spiel enthalten:
Jive Time (1970), Gorgar (1979), Black Knight (1980), Firepower (1980), Space Shuttle (1984), Sorcerer (1985), Pin-Bot (1986), Taxi (1988), Whirlwind (1990), Funhouse (1990)

Einfache Bedienung
Die Steuerung erklärt sich fast von selbst, wobei es zwei Möglichkeiten gibt die zwei Flipper zu steuern. Mit der ersten Methode kontrolliert man die zwei Flipper mit den beiden Schultertasten. Im Vertikalmodus haltet ihr hingegen die PSP mit den Aktions-Tasten nach unten und bewegt die Flipper mit der Dreiecks- und X-Taste. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die Steuerung mit den Schultertasten ist authentischer, während der Zoom im Vertikalmodus etwas ausgeprägter ist. DerStartschuss wird immer mit dem Analog-Pad ausgeführt.

Punktejäger
Bevor ihr euch zum Meisterspieler ernennen könnt, müssen während des Spiels diverse Aufträge erfüllt werden, diese sind jeweils im Menü aufgelistet. Gilt es nun eine Mindestpunktzahl  zu erreichen oder den Jackpot zu erzielen, manche Ziele sind echt harte Brocken und oftmals auch reine Glückssache. Wurden alle Automatenziele erreicht, dürft ihr euch ein Flippertisch aussuchen, der dann sofort ohne Credits spielbar ist. Es kann auch helfen vorher die Erklärungsfunktion in Anspruch zu nehmen. Schritt für Schritt wird dort nämlich aufgezeigt, was die Pinballkugel alles berühren muss, um die Aufträge komplett zu erfüllen.
Richtig gepunktet wird aber in der Williams Challenge. Hier spielt ihr Tisch um Tisch und müsst dabei jeweils eine vorgegebene Punktzahl erreichen. Nach insgesamt drei Versuchen sollte es aber geschafft sein, sonst bleibt einem nichts anderes übrig als die Challenge wieder von vorne zu beginnen.

Flippern im Multiplayer
Da die Challenge an sich nicht viel bietet, sehnt sich der Eine oder Andere nach einiger Zeit als Einzelspieler bestimmt nach einer richtigen Herausforderung. Dafür hat das Spiel einige Multiplayer-Modis bereit, die dich und deine Freunde einladen, gemeinsam Spass am Flippern zu haben. Bis vier Freunde können mit einer Wireless-Verbindung gegeneinander antreten und somit auch auf den Tuniermodus zugreifen. Erfreulicherweise wird auch die Sharing-Funktion unterstützt.
Sollte gerade nur eine PSP vorhanden sein, ist das überhaupt kein Problem. Jeder Tisch lässt sich mit bis zu drei weiteren Spielern abwechselnd spielen und am Schluss werden dann die Punktzahlen verglichen.

Kurzweilige Unterhaltung
Die zehn Automaten wurden originalgetreu umgesetzt. Leider musste die Grafik vor allem bei der Schärfe der Texturen etwas leiden. Das ist aber auch auf die Technik der PSP zurückzuführen, welche ja bekanntlich keine HD-Auflösung besitzt. Zum Teil ist die Kugel fast zu schnell und ist an manchen Stellen nicht gut ersichtlich. Der Sound ist ebenfalls der Gleiche wie beim Original und passt daher super ins Spiel.
Williams Pinball Classics bietet viel Spass und kann wegen seines Suchtpotentials auf längere Zeit motivieren. Man spielt es nie lange, dafür aber immer wieder. Das Spiel eignet sich natürlich auch super für die kurzweilige Unterhaltung auf Reisen und das trotz den günstigeren Konkurrenzprodukten auf den Handys.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich noch ein kleiner Knirps war und zum ersten Mal in den Ferien Flipper spielen durfte. Leider trifft man heute nur noch selten auf Flipper, darum sind die zahlreichen Flipperspiele als Videospiele eine gute Alternative. Williams Pinball Classics hat mir gut gefallen. Die Tische und deren Sound wurden wirklich 1:1 umgesetzt. Leider konnte mich die Grafik nicht gross begeistern Viele Details sind verschwommen und unleserlich, wovon besonders die Hintergrundbilder auf den Tischen betroffen sind. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, als die Sucht mich gepackt hat, störte mich das kleine Manko aber kaum noch. Der Umfang lässt mit zehn Flippertischen doch etwas zu wünschen übrig. Die Firma hätte nämlich noch viel mehr an erfolgreichen Automaten im Gepäck.

3.1


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Über den Autor

Besitzt fast jede gängige Konsole, verbringt aber die meiste Zeit vor seinen Nintendo-Geräten. Er sammelt Pokébälle und jeden Mist, den man in versteckten Truhen findet. In Racing-Games, besonders in Mario Kart, macht ihm keiner was vor. Deckt sich wie verrückt mit Figuren aus der Gamewelt ein, mit starker Auswirkung auf sein Portemonnaie. Motto: Still Alive! (PSN: Benjiix4 / WiiU: Benjiix)



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