Testlabor Wireless Speed Wheel

Veröffentlicht am 14. Oktober 2011 von Corina Ulmann

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Wireless Speed Wheel

An der diesjährigen E3 wurde ein neues Gadget für die Xbox 360 vorgestellt, das für die zahlreichen Rennspiele geeignet sein sollte. Die Rede ist vom Wireless Speed Wheel, ein bequemes Lenkrad für’s Sofa. Doch taugt das Lenkrad wirklich was?

Das Wireless Speed Wheel ist eine Art Lenkrad für die Xbox 360, allerdings wird die Rotation um die X-Achse nicht an einer festen Achse abgenommen, sondern Sensoren registrieren die Neigung und Bewegung des Lenkrads. Sobald das 350 Gramm (inkl. Batterien) leichte Lenkrad in den Händen gehalten wird, fällt einem schon als erstes auf, dass das Teil wirklich gut in der Hand liegt und über eine überaus gute Verarbeitung verfügt. Für nahezu jeden Gamer ist es natürlich das Wichtigste, gut an die Aktionsknöpfe zu gelange, ohne sich gleich die Finger brechen zu müssen. Die Anordnung der Steuerung ist überaus gut durchdacht und kann fast mit einem einfachen Controller  verglichen werden. Doch warum nur fast? Wer das Wheel etwas genauer betrachtet, der merkt, dass sich nicht alle Sticks und Bumper am Lenkrad befinden. Sowohl die beiden Analog Sticks als auch die beiden Bumper LB und RB fehlen. Dies fällt einem vor allem in der Menüführung bei Forza Motorsport 4 auf, wenn zum Beispiel die Lackierung des Fahrzeuges geändert werden will. Von einer matten Lackierung auf eine metallische zu gelangen, müsste eigentlich RB und LB gedrückt werden. Auch beim direkten Bestaunen des Fahrzeuges kann nur mit vordrücken des linken Analog Sticks in das Auto hinein gestiegen werden. Leider bietet das Wireless Speed Wheel dafür keinen Ersatz. Aber für das Rennen werden die Tasten dann nicht mehr benötigt und der Spieler hat dadurch auch kein Handicap.

Doch genug Details, was wohl das Allerwichtigste ist und sicher auch jeder interessiert ist, wie und ob man überhaupt mit dem Ding fahren kann. In zahlreichen Rennen haben wir das  Wireless  Speed Wheel auf Herz und Nieren getestet. Ob mit dem neuen Forza Motorsport 4 oder auch mit bereits erschienenen Arcade-Racer wie Burnout, Split/Second oder Dirt 3 leistet das Lenkrad eine super Fahrqualität und erhöht zudem den Spielspass enorm. Zwar kann nicht gleich beim ersten Rennen die Bestzeit geschlagen werden doch mit etwas Übung ist auch dies machbar. Wer aber bei der Simulation wie Forza Motorsport 4 auf eine echte Simulation setzt, der wird sich mit dem Wireless Speed Wheel nicht so richtig anfreunden können, denn dazu fehlt halt schon das Gas- und Bremspedal sowie die Kupplung. Doch der wohl grösste Vorteil des Wireless Lenkrades ist, dass es bequem auf dem Sofa zum Einsatz kommen kann ohne irgendein Gestänge zu basteln, welches sowohl die Pedale als auch das Lenkrad befestigt. Dazu kommt, dass das Wireless Speed Wheel einfacher in eine Tasche passt und an jede Gameparty mit genommen werden kann, um auch diejenigen zu einem Rennen zu überreden, die nicht so auf Racinggames mit Controller stehen.

Wer jetzt jedoch nichts mit Rennspielen anfangen kann, der kann sich das Wheel auch für seine Flugzeugsimulationen besorgen. Denn es unterstützt nicht nur das Lenkrad eines Autos sondern auch den Steuerknüppel eines Flugzeuges.

Fazit

Ersteindruck

Werden die drei Lenkräder, welche nun für die Xbox 360 erhältlich sind, miteinander verglichen, so bietet das Wireless Speed Wheel wohl am wenigsten Simulationen-Komfort. Dafür punktet das Wheel aber mit seinem leichten Gewicht, der einfachen Handhabung, seine Kompaktheit und mit seiner Vielfältigkeit. Mit nicht einmal 70.- (je nach Kaufort kann sich der Preis natürlich ändern) erhält der Käufer ein ordentliches Xbox 360 Gadget, welches den Spielspass sowohl bei Renntiteln als auch bei Flugzeugsimulationstitel massiv steigern wird. Die Erkennungen der Bewegungen sind überaus präzise und endlich ist der Körpereinsatz nicht mehr umsonst. Das Wireless Speed Wheel überzeugt zwar nicht wenn es um echte Fahrsimulation geht doch bei den vielen Arcadetitel kann sich das Lenkrad wirklich sehen lassen. Wer ab und zu Freunde bei sich hat und auch gerne einmal eine Runde ohne Controller drehen möchte wird den Kauf nicht bereuen. Wer jedoch auf volle Simulation steht ist mit den teureren Xbox 360 Lenkrädern besser bedient.

4

Sehr gut


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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