Testlabor WWE SmackDown vs. Raw 2010

Veröffentlicht am 21. Januar 2010 von Cornelia Zogg

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WWE SmackDown vs. Raw 2010

Die äusseren Werte
Als erstes – bevor ich mich überhaupt in den Ring wage – geht es ab zum Designer. Mein eigener Kämpfer bzw. meine eigene Kämpferin soll entstehen. Und ich habe hunderte von Möglichkeiten. Wie in Sims erstelle ich meine Figur, mit Kopfform, Körperfülle, Tätowierungen, Brillen, Schuhen, Gürteln, Schminke und so weiter. Alles ist möglich und eurer Fantasie sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Irgendwann hatte ich dann meine Kämpferin und begann sogleich meine Karriere als Wrestling Star. In meinem ersten Kampf loose ich so was von ab, dass es einem kalt den Rücken herunter läuft. Klar, erstens habe ich keine Ahnung von Wrestling (bis auf einige TV-Erfahrungen), zweitens komme ich mit einzelnem Knöpfedrücken nicht weiter. Klar, die Moves müssen her. Also ab in die Trainingsarena, erst einmal die Basics antrainieren. Und evtl. sollte ich mir doch noch mal das Regelhandbuch durchlesen? Spielekenner werden hier sicherlich sofort loslegen können. Wer die Tricks und Regeln schon kennt, wird wohl eine steile Karriere starten. Ich hatte leider weniger Glück. Als Anfänger ist es sehr schwer, sich gleich im Karrieremodus zu beweisen. Die Trainingsarena gleich beim Startbildschirm bietet zu wenig Hilfe, um die Moves wirklich zu lernen und während des Kampfes hat man relativ wenig Zeit zum überlegen. Viel Übung ist da nötig. Eine komplexeTrainingsarena fehlt leider, obwohl ansonsten alles vorhanden ist, was das Wrestler-Herz begehrt. Zwar ist ein Tutorial enthalten, aber wer soll sich die ganzen Moves einfach vom Lesen her merken?

So viele Möglichkeiten
Grundsätzlich ist aber in diesem Spiel wirklich alles rund um Wrestling möglich. 1 gegen 1, 2 gegen 2, Tripple Threat und weitere Kampfarten. Hab ich mich dann für eines entschieden, kann ich sogar noch weiter auswählen. Inferno Match, First Blood, Hell in a Cell, Steel Cage oder Last Man Standing sind Möglichkeiten der illusteren Auswahl. Ausserdem kann ich selbst Arenen und Kämpfer designen, kann einen Karrieremodus starten oder einfach im Trainingszentrum ein bisschen rumprügeln. Natürlich darf auch ein Online-Modus nicht fehlen.

Ein Spiel mit Freunden
Wer keine Lust hat, alleine einige Computergegner zu verkloppen, der darf sich auch mit Freunden ins Getümmel werfen. Die verschiedenen Kampfmöglichkeiten lassen sich auch hier wunderbar im Multiplayer zocken. Vor allem für Abwechslung ist gesorgt, auch wenn der Kampfstil meistens der Selbe bleibt. Trotzdem: Mit Freunden ist immer alles witziger und schliesslich muss ich ja nicht jeden Tag an meiner Einzelkarriere feilen. Mal ein Kämpfchen unter Freunden macht wohl genauso viel, wenn nicht sogar mehr Spass.

Musik zum Abrocken
Die Musik ist echt cool gemacht. Metal-Songs aus dem Hause WWE, dazwischen einige HipHop-Titel, aber alles mit einem Coolness-Faktor 10! Ich kann auch beliebig die Songs wechseln, wenns mir ein Song mal gar nicht gefällt. Während des Kampfes allerdings darf ich der lieblichen Stimme des Kommentators lauschen, der auch ab und zu auf die Homepage von WWE aufmerksam macht. Höre ich da etwa Werbung? Jedenfalls navigiere ich mit diesem Sound gern im Menü und im Kampf habe ich eh anderes zu tun, als auf irgendetwas anderes zu achten.

Der Look hapert
Über die Grafik müsste man eigentlich schweigen. Man sieht sofort, dass die Entwickler nicht wirklich die Grafik im Vordergrund stehen hatten. Die Mimik der Kämpfer ist ausdruckslos, die Figuren wirken wie muskelbepackte Porzellanpuppen. Das Publikum ist zwar in 2D, aber wenigstens hat man sich hier die Mühe gemacht, die Personen verschieden aussehen zu lassen. Sie tragen auch Plakate mit lustigen Aufschriften. Aber grundsätzlich lässt die Grafik wirklich zu wünschen übrig. Etwas verwirrend dabei ist beispielsweise auch, dass wenn ich meinem Kontrahenten eine Faust verpasse, diese Faust zwar einschlägt, der Arm aber durch meinen Gegner hindurch geht. Das ist bei allen Moves der Fall. Auch wenn ich auf meinen Gegner springe, schlägt mein Ellenbogen zwar auf Bauchhöhe ein, scheint aber durch den anderen Körper hindurch zu gehen und erst auf dem Boden einzuschlagen. Das ist einfach nur hässlich anzusehen.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Dieser Titel ist gut gelungen. Vor allem die verschiedenen Spielmodi und der Charakterdesigner sorgen für viel Abwechslung. Leider ist die Grafik nicht gerade überwältigend, aber das fällt nur leicht ins Gewicht. Wer also Wrestling mag, der darf hier mit gutem Gewissen zugreifen und wird mit Sicherheit nicht enttäuscht werden.

4.1

Sehr gut


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Über den Autor

Hardcore-Zockerin und Sony/Nintendo Fangirl der ersten Stunde. Vorwiegend anzutreffen beim Zocken von RPGs und allem, was aus dem Reich der aufgehenden Sonne kommt. Gamerin seit 20 Jahren – Teil des GameCity Teams seit 3 Jahren. Häufigster Spruch: „Shit! Inventar voll…“



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